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Fakultät Erhaltung von Kulturgut und Stadtarchiv Hildesheim unterzeichnen Vertrag

Eine große Bereicherung für die Studienrichtung Buch und Papier - Studierende können noch besser direkt in der Praxis forschen

(v.l.n.r.) Prof. Ulrike Hähner, Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren, Stadtrat Dirk Schröder, Prof. Dr. Herbert Reyer , Dr. Michael Schütz

„Es ist ganz besonders erfreulich, dass diese Zusammenarbeit an einem Ort gelingt, der so reich an kulturellem Erbe ist“, schwärmt Prof. Ulrike Hähner, Leiterin der Studienrichtung Buch und Papier. Doch ein solches Erbe muss erhalten werden. Gerade deshalb ist die Unterzeichnung des neuen Kooperationsvertrages zwischen der Stadt Hildesheim und der HAWK ein bedeutsamer Schritt. Der Vertrag regelt, dass Studierende der HAWK-Fakultät Erhaltung von Kulturgut von nun an direkt im Stadtarchiv am originalen Objekt forschen können.

In erster Linie geht es in der Vereinbarung darum, die seit 2001 bestehende Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen zu intensivieren. Angefangen hatte alles mit der Vermittlung von schriftkundlichen Kenntnissen an die Studierenden sowie der Vorstellung des Stadtarchivs für deren Forschung und Recherchen. Mit der Einrichtung des Studiengangs Buch und Papier verfestigte sich der wissenschaftliche Austausch kontinuierlich. So ist es nun geradezu als logische Konsequenz zu betrachten, dass die Kooperationsvereinbarung vor allem den Studierenden zukünftig weitaus größere Möglichkeiten bietet.

„Ich bin sehr glücklich, eine bundesweit renommierte Forscherin wie Prof. Hähner in unseren Reihen zu wissen“ freut sich Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren, Präsident der HAWK, der gerade zusammen mit Stadtrat Dirk Schröder die Kooperationsvereinbarung im Gruppenraum des Stadtarchivs unterzeichnet. Studierende erhalten zukünftig ausgewählte beschädigte Objekte zur Konservierung und Restaurierung. Das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.  Die Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen am Kulturgut unterliegt deshalb auch einem festgelegten Ablaufplan und die Arbeiten finden  in speziell gesicherten Räumen statt – wie sie unter anderem auch in der Fakultät Erhaltung von Kulturgut vorhanden sind.

Prof. Dr. Herbert Reyer, Leiter des Fachbereichs Archiv und Bibliotheken der Stadt Hildesheim, sieht schon jetzt die Vorteile: „Für uns ist das ein regelrechter Lichtstreif, wenn die Studierenden auch hier direkt im Archiv arbeiten können. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse.“ Dazu Prof. Hähner: „Unsere Studierenden erhalten dabei einen intensiven Einblick in die praktische Arbeit in einem Stadtarchiv. Ich weiß genau, dass mit dieser Nähe nun ein großer Wunsch der Studierenden in Erfüllung gegangen ist.“ Schäden können laut Prof. Hähner  durch diese Zusammenarbeit genauer  bewertet, Fehler aus der Vergangenheit behoben und zukünftig natürlich vermieden werden.

„Ich schätze die Arbeit der Studierenden sehr“, versichert Dr. Michael Schütz. Er ist Bereichsleiter für das historische Archiv der Stadt und gleichzeitig Präsident des Lions-Clubs Hildesheim. Gerade in letzterer Position stellte er seine Wertschätzung vor allem durch die Einrichtung des Hildesheimer Lions-Preises unter Beweis. Seit 2007 verleiht der Club jährlich einen Preis an herausragende Absolventen und Absolventinnen des Studiengangs Konservierung und Restaurierung der HAWK. Neben der Summe von 1000 Euro geht es Dr. Schütz um die Anerkennung der vielen Arbeit und der Erkenntnisse, die in den vielen Diplom- und Masterarbeiten der letzten Jahre stecken. „Schon jetzt denke ich darüber nach, wie die Kooperation zukünftig noch weiter auszudehnen ist“, kündigt Dr. Schütz an. Ideen dafür hat er schon. So sieht er gerade bei der Notfallvorsorge, besonders vor Wasserschäden, ein wichtiges und spannendes praktisches Umfeld für beide Institutionen. Denn gerade bei solchen fachübergreifenden Planungen  können die Studierenden wichtige Erfahrungen für den späteren Arbeitsplatz sammeln.  

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