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"Sie arbeiten mit Liebe und Kompetenz, mit Aufmerksamkeit und Konsequenz"

HAWK-Krippe startet zweite Ganztagsgruppe mit einer bunten Feierstunde

Zur Begrüßung der Gäste sangen die Krippenkinder ein Lied

Vorführung für die Eltern und Gäste

„Wir starten heute feierlich mit der zweiten Ganztagsgruppe der HAWK-Krippe. Das ist wieder ein Meilenstein. 2006 haben wir gemeinsam mit der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Türen dieser besonderen Einrichtung geöffnet. Heute betreuen wir 50 Kinder in zwei Halbtagsgruppen und jetzt auch zwei Ganztagsgruppen.“ Mit diesen Worten hat HAWK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren jetzt die neuen Kinder und ihre Eltern in der Tappenstraße in Hildesheim begrüßt.

Von den 50 Kindern sind 22 Kinder quasi HAWK-Kinder, 28 sind „normale“ Hildesheimer. Das Krippen-Team umfasst  jetzt sieben Erzieherinnen und einen Erzieher, drei Sozialassistentinnen, zwei Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Sozialen Jahr, Studentische Hilfskräfte, plus eine Sozialpädagogin, nämlich die Krippenleiterin Frau Malek.

Alle zusammen gewährleisten bis zu zehn Stunden Betreuungszeit täglich von 7.30 bis 18 Uhr - ohne Ferienpausen. Das bedeutet eine große Flexibilität für die Eltern. Mit knapp 70.000 Euro aus den so genannten „Bundesmitteln Investition Kinderbetreuung“ wurde die bisherige Garderobe in einen dritten Gruppenraum umgebaut, das Büro wurde zum zweiten Badezimmer und die Mitarbeiterräume sind jetzt im Obergeschoss.

„Wir haben in den vergangenen vier Jahren, begleitet von unserem Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter, auch inhaltlich weitergearbeitet“, betonte Thren, „so haben wir das Thema ‚Beobachtung und Dokumentation’ intensiv aufgegriffen. Wir haben uns mit dem Thema ‚Bring- und Abholphase der Kinder’ beschäftigt, Studentische Hilfskräfte und Praktikantinnen haben sich mit Teilbereichen des Krippenalltags auseinandergesetzt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Entwicklungsbögen und -gespräche zu den Kindern haben wir weiterentwickelt und wir werden unser Konzept auf der Basis des Phänomenografischen Ansatzes fortschreiben.“

Die Einrichtung genieße in Hildesheim und darüber hinaus unterdessen einen ausgezeichneten Ruf. Die Krippenkinder fühlten sich  offensichtlich wohl. Und diese Tatsache nahm Thren zum Anlass, dem Krippenteam einen ganz besonderen Dank auszusprechen: „Sie sind es, die das Leben hier gestalten. Sie, liebes Krippenteam, begründen den guten Ruf unserer Einrichtung. Wer Sie bei der Arbeit beobachtet, verliert alle Zweifel, ob Kinder unter Drei besser zuhause bleiben sollten. Sie arbeiten mit Liebe und großer Kompetenz, mit viel Aufmerksamkeit und Konsequenz. Sie bilden die Kinder zu selbständigen kleinen Menschen aus, ohne sie zu überfordern. Sie fördern die Kinder, so dass es einen schon manchmal überrascht, was solch kleine Wesen tatsächlich alles schon können, wenn man sie denn unterstützt und machen lässt.“

Thren betonte: „Ihre Arbeit dürfen wir niemals unterschätzen, nur weil diese Kleinen von ferne betrachtet so niedlich sind. Ihre Arbeit trägt einen bedeutenden Teil zur Entwicklung dieser kleinen Menschen bei. Sie haben deshalb eine große Verantwortung und sie werden dieser Verantwortung Tag für Tag wieder gerecht. Ich möchte auch nicht vergessen zu erwähnen, welchen Belastungen Sie eigentlich rund ums Jahr ausgesetzt sind. Gegen wie viel Schnupfen, Husten, Magen-Darminfektionen oder Grippeattacken Sie sich permanent zur Wehr setzen müssen! Das ist nicht immer einfach, da bin ich mir sicher. Deshalb nochmals: Unser herzlicher Dank gilt Ihnen und Ihrem Einsatz. Sie sind das Herz unserer Krippe und gehören zu den wichtigsten Menschen für unsere Kinder. Machen Sie weiter so.“


Prof. Dr. Ruth Jäger, die Koordinatorin der Zusammenarbeit zwischen Krippe und HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, beschrieb in ihrer Begrüßungsrede: „Die Krippe ist ein Bildungs-, ja ein Experimentierraum! Kleinkinder erforschen in Untersuchungsreihen die Welt auf einfache Gesetze.  Sie erforschen Fragestellungen, von denen wir Größeren längst nicht mehr wissen, dass sie uns anfangs unklar waren:
- Fallen alle Dinge nach unten, oder gibt es Ausnahmen?
- Kann man Dinge verschwinden lassen, indem man wegsieht?
- Sind Dinge, die durch schnelle Drehung anders aussehen, auch andere Dinge als im Ruhezustand?“

Kinder setzten sich mit den Phänomenen ihrer Welt in ganz eigener Weise auseinander, sagte Jäger. Diese Auseinandersetzung gelte es zu begleiten. Und da hätten die Eltern, mit dem Team der Krippe und ihrer Leiterin Frau Malek kompetente Personen, die den Lebens-, Bewegungs-, Ruhe-, Entdeckungs- und Alltagsraum HAWK-Krippe gestalteten.

Krippenleiterin Nicole Malek bedankte sich vor allem bei ihrem Team, aber auch für das Vertrauen, das in sie alle gesetzt werde. Steffi Gutsche-Stache, die Vorsitzende des Elternbeirats, bedankte sich ebenfalls beim Krippenteam für die gute Zusammenarbeit bei der Betreuung der Kinder und lud die neuen Eltern ein, sich bei Fragen auch an den Elternbeirat zu wenden.  Die Krippen-Kinder, die eigentlichen Hauptpersonen, durften sich während der Ansprachen schon einmal bei den Salzstangen bedienen. Gleich zu Beginn hatten alle gemeinsam mit Ihren Betreuer(inne)n zauberhafte Lieder gesungen und ein Singspiel vorgeführt.

 

Die vollständige Rede des Präsidenten, Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren
Die vollständige Rede von Prof. Dr. Ruth Jäger

 

 

Daten und Fakten


2006
Eröffnung der Modellkrippe als Teil des Projektes „Familiengerechte Hochschule“; Organisatorische Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Hildesheim; Start mit drei Gruppen (zwei Vormittagsgruppen und einer Nachmittagsgruppe; insgesamt 39 Plätze plus jeweils zwei Reserveplätze pro Gruppe; Zwei Drittel der Plätze sind Kindern von HAWK-Angehörigen, ein Drittel der Plätze „externen“ Kindern vorbehalten


2007
Eröffnung der ersten Ganztagsgruppe aufgrund des Bedarfs/ große Nachfrage


2008
Antragstellung im Rahmen des Krippenausbauprogrammes (Bund-Länder) zur Einrichtung einer zweiten Ganztagsgruppe mit 15 Plätzen (ca. 70 Kinder stehen auf der Warteliste)


2009
Bewilligung des Antrags in Höhe von rund 70.000 Euro für Umbauarbeiten zur Schaffung eines dritten Gruppenraumes, eines weiteren Sanitärraumes und der Umgestaltung des Schlafraumes einschließlich der jeweiligen Innenausstattung


2010
Start der zweiten Ganztagsgruppe mit maximal 15 Plätzen.  Heute betreut die Krippe 50 Kinder in zwei Halbtagsgruppen und jetzt auch zwei Ganztagsgruppen. 22 Kinder sind HAWK-Kinder, 28 sind „normale“ Hildesheimer. Auf der Warteliste stehen derzeit 40 Kinder. Unser Krippen-Team umfasst  jetzt sechs Erzieherinnen und einen Erzieher, drei Sozialassistentinnen, zwei Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Sozialen Jahr, Studentische Hilfskräfte, plus eine Sozialpädagogin, nämlich die Krippenleiterin Frau Malek.

 

Öffnungszeiten
Flexible Öffnungszeiten:  7.30 Uhr bis 18.00 Uhr ohne Ferien-Schließzeiten


Kooperation mit der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Die HAWK-Krippe hat in den vergangenen vier Jahren, begleitet vom Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit inhaltlich weitergearbeitet. So wurde das Thema „Beobachtung und Dokumentation“ intensiv aufgegriffen. Das Thema „Bring- und Abholphase der Kinder“ wurde beleuchtet, Studentische Hilfskräfte und Praktikantinnen haben sich mit Teilbereichen des Krippenalltags auseinandergesetzt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Entwicklungsbögen und -gespräche zu den Kindern haben wir weiterentwickelt und wir werden unser Konzept auf der Basis des Phänomenografischen Ansatzes fortschreiben. Die wissenschaftliche Begleitung leitet Prof. Dr. Ruth Jäger von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit.


Weitere Informationen

http://www.hawk-hhg.de/gleichstellung/100981.php

 

 

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