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Studierende demonstrieren gegen den Abriss eines hanseatischen Bürgerhauses vor 100 Jahren

Ungewöhnliche Ausstellungswerbung: Fakultät Erhaltung von Kulturgut an der Ausstellung "Wachgeküsst" im Hamburgmuseum beteiligt

Werbewirksame Protestidee von Studierenden der HAWK-Fakultät Erhaltung von Kulturgut

Ausstellungswerbung auf nicht ganz normale Art

Dass es für Protest nie zu spät ist, haben jetzt mehr als zwanzig historisch gewandete Demonstranten in der Hamburger Innenstadt bewiesen. Mit Schildern und Schirmen bewaffnet, zogen die Damen und Herren – Parolen gegen den drohenden Abriss der Villa Rücker und den Kulturverlust Hamburgs skandierend – von der Spitalerstrasse über die Mönckebergstrasse zum Jungfernstieg.

Hinter diesem ungewöhnlichen Aufzug verbargen sich jedoch weder zeitgereiste Bürger, noch Schauspieler, sondern sowohl Mitarbeiter und Praktikanten des Museums für Hamburgische Geschichte, als auch Studierende der HAWK Hildesheim, Fakultät Erhaltung von Kulturgut.
Geplant war die Aktion als „low budget“- Werbung für die Sonderausstellung „wachgeküsst“, die derzeit im Museum zu besichtigen ist. Thema der Ausstellung ist die (Schau-)Restaurierung des seinerzeit vor dem Abriss bewahrten Interieurs der klassizistischen Villa Rücker in Hamburg-Hamm. Eingelagert und in Vergessenheit geraten, wurde die Inneneinrichtung vergangenes Jahr von HAWK- Studierenden „wachgeküsst“.

Da die Ausstellung komplett aus Drittmitteln finanziert wird, wurde es den teilnehmenden Studierenden während der Projektwochen vom 31. Juni bis 11. Juli 2010 zur Aufgabe gemacht, kostengünstige, dem schmalen Etat der Ausstellung angepasste, Alternativen zur Besuchergewinnung zu finden. Ergebnis der Arbeitsgruppe war unter anderem die Idee zur historischen Demonstration. Auch die Museumsleitung konnte für dieses Anliegen rasch begeistert werden, und so wurden bald fleißig Schilder gemalt und Kostüme aus dem Museumsfundus zusammen gesucht.
Zum Abschluss der auch sonst sehr erfolgreichen Projektwoche wurde unter dem Motto „Heraus zum Protest!“ in der Innenstadt Stellung bezogen. Den vielen Schaulustigen konnte mit Infomaterial Aufklärung verschafft werden und mit Sicherheit hat es den ein oder anderen schon in die Ausstellung „wachgeküsst“ gezogen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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