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"Übertragen Sie Ihre eigene Begeisterung auf Ihre Gespächspartner"

HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit verabschiedet rund 100 Absolventinnen und Absolventen ins Berufsleben

Klaus Bange (links sowie die HAWK-Professoren Dr. Lutz Finkeldey (Mitte) und Dr. Udo Wilken (rechts) überreichen Christina Blumenberg den Preis des Fördervereins

Der Beitrag von HAWK Radio für Radio Tonkuhle

 

Es ist der Tag, an dem garantiert sämtliche Prüfungen bestanden sind. Die feierliche Übergabe der Abschlussurkunden, auf die mit Sicherheit alle der rund 100 Absolventinnen und Absolventen der HAWK-Studiengänge Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung im Kindesalter hin gearbeitet haben. Für letztere hat Prof. Dr. Maria Busche-Baumann, Dekanin der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, eine sicher erfreuliche Nachricht: „Bildung und Erziehung im Kindesalter ist der erste grundständige Studiengang seiner Art im Land Niedersachsen, der vom Ministerium staatlich anerkannt wird.“ Dies sei „ein ganz großer Meilenstein auf dem Weg zur Akademisierung der Erziehungsberufe“.

Eine besondere Ehrung erhält zudem Christiane Blumenberg. Für ihre Diplomarbeit „Methoden der Moderation in Theorien der sozialen Arbeit“ bekommt die Absolventin den Preis des Förderkreises der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit verliehen. Überreicht wird er von Klaus Bange, Leiter des Fachdienstes für Familie, Sport und Betreuung im Landkreis Hildesheim.

In seiner Laudatio betont HAWK-Prof. Dr. Lutz Finkeldey die besonderen Leistungen auch außerhalb ihrer Diplomarbeit: „Frau Blumenberg hat von 2002 bis 2010 an unserer Fakultät studiert. Meine Güte, eine Langzeitstudentin? Quatsch. Sie hat in dieser Zeit ein Kind bekommen, sie hat sich als Frauenbeauftragte betätigt. Aber vor allem hat sie im positiven Sinne intensiv studiert. Frau Blumenberg hat ungeheuer viel geleistet.“ Mit ihrer Diplomarbeit hat sie ein Novum geschaffen.

„Ich habe mich immer gefragt, warum diese Methodik in der Praxis so oft Anwendung findet, aber selten richtig und damit effektiv. Genau das wollte ich aufarbeiten“, erklärt Blumenberg ihre Intention. Es geht bei dieser Vorgehensweise, grob gesagt, um die Schlichtung von Streitigkeiten. Prof. Dr. Udo Wilken, Schatzmeister des Förderkreises sowie Mitglied des Auswahlgremiums, begründet die Auswahl wie folgt: „Frau Blumenberg ist eine der wenigen, die die Wichtigkeit dieser Methode in der sozialen Arbeit erkannt hat und sich erfolgreich mit den theoretischen Grundlagen beschäftigt hat.“

Derzeit absolviert sie noch ihr Berufspraktikum beim Landkreis Hildesheim. „Da gefällt es mir sehr gut. Ich würde mir wünschen, nach dem Praktikum fest dort zu arbeiten.“ Wie gut die Chancen – nicht nur für Blumenberg – dafür stehen, erläuterte Ulrich Wöhler, Dezernent für Soziales, Jugend, Sport und Gesundheit im Landkreis Hildesheim. Der lobt vor allem den hohen Praxisbezug in Projekten und anderen Kooperationen zwischen der HAWK und dem Landkreis. „Das alles sind Felder der sozialen Arbeit, die genau nach Ihnen mit Ihren Bachelor-, Master- und Diplomurkunden suchen. Aus meiner Sicht werden Sie gute Aussichten haben. Besser als es vor zehn Jahren der Fall war – und da waren sie auch schon gut. Diese Aussichten – und das hat Frau Busche-Baumann ebenfalls anklingen lassen – haben Sie auch im Landkreis Hildesheim.“

Gerade die Projektarbeit wäre es, die die ehemaligen Studierenden ausmache, hatte auch Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren, Präsident der HAWK, in seinem Grußwort erklärt. Sein Rat für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch lautet: „Stellen Sie die Projekte vor, an denen Sie selbst direkt beteiligt waren. Erwähnen Sie anschaulich die Stadt, den Landkreis sowie die Institutionen, mit denen Sie zusammen gearbeitet haben und vernetzt sind. Übertragen Sie einfach Ihre eigene Begeisterung auf Ihre Gesprächspartner.“ 

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