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"Studieren ist keine Einbahnstraße"

HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit begrüßt die neuen Studierenden

Erstsemesterbegrüßung an der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

„Was stellen Sie sich unter Studieren vor?“, fragt Prof. Dr. Maria Busche-Baumann, Dekanin der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit in die Runde der fast 200 Erstsemester der Studiengänge Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung im Kindesalter sowie Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Natürlich ist dies zumindest bei der feierlichen Begrüßung im Goschentor noch eine rhetorische Frage, die Busche-Baumann mit dem sokratisch-platonischen Lernbegriff beantwortet: „Studieren ist keine Einbahnstraße. Für mich nämlich bedeutet Studieren nicht die Übernahme fremden Wissens, das andächtige Zuhören, das Auswendiglernen von neuen Wissensgebieten. Nein. Für mich bedeutet Studieren die kritische Auseinandersetzung, das Nach- und Weiterdenken von dem, wovon ich meine, dass ich das schon weiß.“

Auch Prodekanin Prof. Dr. Ulrike Marotzki geht auf das Lernen weiter ein. „Wenn sie nach Hause kommen und sich fragen, was Sie dazu gelernt haben, dann hoffe ich, dass Ihnen Fragen einfallen. Denn das bezeichnet den Unterschied von Schülerinnen und Schülern zu Studierenden.“ Unter den Begrüßungsrednern ist auch Hildesheims Sozialdezernent Dirk Schröder. Der verweist darauf, dass die Berufe der Sozialen Arbeit außerdordentlich wichtig sind und kontinuierlich an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnen. „Interessieren Sie sich nicht nur für Ihr Fachgebiet“, mahnt er in diesem Zusammenhang. Um in der sozialen Arbeit erfolgreich zu sein, gehöre es dazu, sich auch für sein Berufsbild politisch zu engagieren. Als potentielle Gremien schlägt er beispielsweise die Studierendenvertretung sowie die Fachschaftsräte vor.

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren, Präsident der HAWK, sieht bessere Berufschancen darin, mehr zu unternehmen als nur die Pflichtveranstaltungen zu besuchen. „Finden Sie Ihren persönlichen Weg. Sie müssen nicht studieren. Nein. Sie wollen, Sie dürfen studieren. Das ist eine Chance, die nicht alle wahrnehmen können. Sie haben hier die Gelegenheit, Ihr Studium selbst zu gestalten. Wenn Sie das machen, werden Sie sich deutlich von anderen unterscheiden.“

Elisabeth Karge findet diese Worte sehr treffend: „Ich habe vorher eine Ausbildung gemacht. Was in den Reden gesagt wurde, entspricht genau meiner Einstellung. Darum bin ich überhaupt nicht aufgeregt.“ Angela Bader hingegen schon. Sie studiert von nun an Logopädie – und alles ist neu. Am meisten freut sie sich aber jetzt über ihren neuen Status: „Ich fand es sehr ehrenhaft, wie betont wurde, dass wir von heute an keine Schülerinnen und Schüler mehr sind, sondern Studierende.“

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