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Studierende aus Teneriffa entwerfen Lebkuchenhaus als Design-Version

Rund 70 ausländische Studierende bei der Internationalen Weihnachtsfeier der Akademischen Auslandsämter von HAWK und Universität

Architektur- und Design-Studierende gewinnen mit ihrem futuristischen Lebkuchenhaus

Das Design-Lebkuchenherz der Architektur-Studierenden aus Teneriffa

Wer sagt eigentlich, dass Lebkuchenhäuser immer gleich aussehen müssen? Niemand. Das zumindest haben Architekturstudenten von der kanarischen Insel Teneriffa beschlossen, die derzeit an der HAWK in Hildesheim ein Auslandssemester absolvieren. Da die hierzulande traditionsreiche Süßigkeit auf Teneriffa als vorweihnachtliche Spezialität nicht bekannt ist, ließen sie ihrer Kreativität bei der internationalen Weihnachtsfeier freien Lauf und schufen das kühne Lebkuchen-Designerhaus.

Die  Akademischen Auslandsämter der HAWK und der Stiftungsuniversität Hildesheim hatten mit Unterstützung der Katholische Hochschulgemeinde (KHG)  ins KHG-Zentrum in die Braunsberger Straße eingeladen. Rund 70 Studierende von HAWK und Uni aus Deutschland, Europa und vielen anderen Teilen der Welt sind der Einladung gefolgt und hatten ein kleines Wichtelgeschenk mitgebracht.

Draußen stimmte die verschneite Hildesheimer Winterlandschaft auf Weihnachten ein, drinnen sorgten Kerzen und Tannenbaum sowie der Geschmack der Adventszeit in Form von Plätzchen und Glühwein auf der Zunge für eine wohlige gemütliche Atmosphäre.

Die Mitarbeiterinnen der Akademischen Auslandsämter präsentierten und erklärten typisch deutsche Weihnachtsbräuche und ließen ihren Worten Taten folgen, denn alle Anwesenden mussten gruppenweise den Wettkampf aufnehmen, das schönste Lebkuchenhaus zu bauen. Es wurde kräftig geklebt und gerührt, gebastelt und geschnitten und im Laufe des Abends entstanden viele bunte Hexenhäuschen, die sich alle sehen lassen konnten.

Die Jury hatte es nicht leicht mit der Entscheidung, aber schließlich überzeugte doch der Entwurf, den die spanischen Architekturstudentinnen und -studenten aus Teneriffa federführend gestaltet hatten. Sie hatten alle Vorlagen über Bord geworfen und ihrem Studienfach mit einem futuristischen Vorschlag und unter Zuhilfenahme der Leckereien von den Tischen alle Ehre gemacht. Sogar einen Bewohner hatten sie mit Marzipankartoffeln und Streichhölzern entstehen und an einem kleinen ‚Feuer’ im Inneren sitzen lassen.

Eingerahmt wurde dieser süße Wettbewerb durch sanfte Klänge auf Geige, Querflöte und Klavier aus dem fernen Osten, mit denen die chinesischen Musikstudentinnen in eine klangvolle Zauberwelt entführten.

Und schließlich ermöglichten noch die mexikanischen Studentinnen einen Einblick in ihre heimischen Weihnachtsbräuche, bei denen eine Piñata nicht fehlen darf. Sie hatten für den Abend eine stattliche Piñata, eine innen hohle Figur aus Pappmaché, gebaut. Deren Zerschlagung (in der Regel mit verbundenen Augen und einem Stock in der Hand) stellt den Sieg über die sieben Todsünden dar und wird mit reichlich Süßigkeiten aus dem Innern belohnt. Das ließen sich die Studierenden nicht zweimal sagen und schlugen unter großem Beifall kräftig zu.

Nebenbei bestand an allen Tischen die Möglichkeit, Papiersterne für das Fenster zu basteln, damit es auch im Wohnheim weihnachtlich aussieht. Und die kurz vor Schluss verteilten Wichtelgeschenke sorgten auch noch einmal für Aufregung, da die liebevoll ausgesuchten Präsente – von dicken Socken bis zu Schokoladenweihnachtsmännern war alles dabei – auf große Zustimmung stießen. Die abschließende Schneeballschlacht vor der Tür wärmte dann noch einmal durch, bevor sich alle auf den verschneiten Heimweg machten.


Auf dem Bild sind zu sehen:

Architektur- und Design-Studierende gewinnen mit ihrem futuristischen Lebkuchenhaus: (von links nach rechts) Wiebke Andermann, Deutschland - Monica Rodríguez Piñango, Spanien - Sonia Santiago Guerra, Spanien - Markus Brühl, Deutschland - Catalina Gómez Saldarriaga, Kolumbien - Emmanuel Alonso Hernández, Spanien - Desirée Díaz Torres, Spanien - José Manuel Bethencourt Suárez, Spanien

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