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Geselligkeit mit Fitnesseffekt - Entwürfe für Eintracht Hildesheim

Gesundheit und Gestaltung: HAWK-Studierende entwickeln Draußen-Sportgeräte

Fitnessgeraete

Fitness und Geselligkeit

Zwar hat der altbackene Trimm-Dich-Pfad ausgedient, keinesfalls aber die Idee dahinter. Moderner soll es sein, den heutigen Sportbedürfnissen angepasst und gleichzeitig noch Geselligkeit ermöglichen. Das wünschen sich die Mitglieder von Eintracht Hildesheim unter der Überschrift „Bewegung und Begegnung“ für die Nutzung der Grünfläche vor dem Vereinsgelände an den Sportplätzen. 

 

Master-Studierende des HAWK-Studiengangs Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie haben dieses Ergebnis jetzt aus einer wissenschaftlichen Umfrage unter Vereinsmitgliedern herausgefiltert. Und nicht nur das. Ihre Erkenntnisse gaben sie gleich den Kommilitonen von der Fakultät Gestaltung weiter. Angehende HAWK Produktdesignerinnen und -Designer  entwickelten daraus überraschende und einzigartige Bewegungs- und Entspannungskonzepte für draußen und für Kontaktfreudige – gemeinsam mit ihren Professoren, Prof. Dr. Ulrike Marotzki, Prof. Dr. Annette Probst von der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit sowie Prof. Werner Sauer, Produktdesigner und Dekan der Fakultät Gestaltung im Rahmen eines interdisziplinären Projektes. 

 

Eintracht-Geschäftsführer Hans Roths hat die Entwicklungsprozesse begleitet und jetzt die Ergebnisse gesehen: „Toll, wir werden sicher Anregungen aus den Entwürfen aufgreifen und umsetzten“, kündigte er den Studierenden an. Fest steht aber, dass die Ideen der Organisation der deutschen Großsportvereine, dem Freiburger Kreis, bei einer Tagung in Hildesheim anlässlich des 150. Geburtstags der Eintracht präsentiert werden.

 

Zum Beispiel ist da die Kletter- und Parcours-Installation „Addit“ von  Student Felix Hoppenstock. Mit Beton gefüllte und Handmulden versehene Kunststoffelemente werden so zu einem Parcours zusammengefügt, dass Kletter- und Sitzgelegenheiten entstehen.

 

Esther Kampmann hat ein neuartiges, schwungvolles Außenmöbel entworfen, das sowohl Liege- als auch Sitzbank ist. Sie stellt sich vor, dass mehrere dieser Bänke auf dem Gelände verteilt stehen und vielleicht sogar noch von einem Sonnensegel überdacht werden.

 

Darauf erholen könnten sich Sportler, die zuvor an der Fitness-Installation „Kreisbewegung“ von Aadhar Gupta trainiert haben. Klettern, Springen, Balancieren, Recktraining – die Bewegungsmöglichkeiten dieses Ensembles sind vielfältig und erlauben, dass mehrere Menschen gleichzeitig aktiv sind.

 

Ein Trainingsgerät für Oberschenkel- und Bauchmuskulatur hat sich Angelina Clasen ausgedacht und sogar mit einem Funktionsmodell erprobt.  Alle studentischen Entwürfe sind in punkto Material selbstverständlich so konzipiert, dass sie Wind und Wetter standhalten können. Kunststoffe, Holz und Stahl sind auf unterschiedlichste Weise eingesetzt.

 

Frieda Gietzelt hat sich mit ihrer Idee am nächsten zum traditionellen Trimmpfadkonzept bewegt. Sie stattet klassische Parkbänke mit Trimmkonstruktionen aus, zwar unverbunden, aber von der Parkbank aus zu nutzen.  Fahrradfahren, Hanteltraining und Reckstange sind fest installiert.

 

GymKey Fitness nennt der australische Gaststudent Daniel McHardy seine Idee. GymKey, also frei übersetzt Gymnastikschlüssel, ist ein spezieller Griff, den Sportler und Sportlerinnen sich entweder selbst kaufen oder im Vereinsheim ausleihen könnten. Der Griff kann dann auf ganz unterschiedliche Weise in eine Wand oder in den Boden eingeklinkt werden, so dass vom Klettern, über spezielles Muskeltraining, bis hin zu freien Hantelübungen drinnen und draußen reichlich Fitnessübungen absolviert werden können.

 

Bizeps und Trizeps trainiert Utku Atatunc mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Gerät, das an eine Wippe erinnert.  Balancier-Waben hat Andrea Meyer entwickelt. Eine Art Fitness-Spielplatz haben sich Kaihua Wang und Jie Tang ausgedacht: Zwei Spieler müssen beispielsweise ein Maxi-Kugellabyrinth so bewegen, dass die Kugel ins Loch fällt. Der Effekt: Die Armmuskeln sind spielerisch schwer im Einsatz.

 

Bei allen Ideen hatten die Master-Studierenden aus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie während der Präsentation ein Auge auf mögliche Schwachstellen der Geräte in Hinsicht auf optimale Bewegungsabläufe. Falls Entwürfe oder Ideen realisiert werden sollen, ist auf jeden Fall noch Feinarbeit in vielerlei Hinsicht nötig. Eintracht Hildesheim jedenfalls kann mit einzigartigen Entwürfen aufwarten, im Herbst sogar im nationalen Kollegenkreis. 

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