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Wirtschaft trifft Wissenschaft: Workshop Funktionalisierung von Oberflächen

Innovative Forschungsbereiche wurden durch Expertenpräsentationen und Diskussionen in den Fokus gerückt
Vioel

„Das Volumen des Festkörpers wurde von Gott geschaffen, seine Oberfläche aber wurde vom Teufel gemacht“, sagte einmal Wolfgang Pauli, Physiker und Nobelpreisträger. Die technischen und methodischen Schwierigkeiten, die die Analyse und Modifizierung von Oberflächen mit sich bringen, sind in Wissenschaft und Wirtschaft bekannt und gefürchtet. Dabei sind es gerade die Oberflächen der Werkstoffe, die bekannten Materialien neue und nützliche Eigenschaften verleihen können.

 

Vor diesem Hintergrund haben sich jetzt etwa 60 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu einem informativen Forum unter dem Titel „Funktionalisierung von Oberflächen – Trends und Innovationen“ in den Räumen der Messtechnik-Firma Mahr in Göttingen getroffen. Gastgeber und Organisator waren der Göttinger Verein Measurement Valley, dessen Mitglieder ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Messtechnik sind, und der Niedersächsische Innovationsverbund Plasmatechnik, der die Forschung mit dem ionisierten Gas Plasma in die wirtschaftliche Praxis übertragen will.

 

Nach einer kurzen Eröffnung von Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Professor der Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik sowie Leiter des Innovationsverbunds Plasmatechnik, begannen interessante Vorträge und angeregte Diskussionen. Die drei geladenen Experten, Carola Brand vom Kompetenznetz Inplas aus Braunschweig, Dr. Uwe Beck von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM in Berlin und M. Sc. Jonathan Bloh aus dem Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover berichteten aus ihren jeweiligen Fachgebieten.

 

Das Forschungsgebiet der Plasmatechnik und seine zahlreichen praktischen Anwendungen (z.B. in modernen Informationstechnologien und Speichermedien) wurde unter anderem mit einem Filmbeitrag vorgestellt. Wie man mittels Nanotechnologie die Funktionssicherheit von technischen Produkten steigern und durch verbesserte Oberflächen Verschleißschäden vermeiden kann, wurde detailliert von Dr. Uwe Beck präsentiert.

 

Der Traum von der sich selbst reinigenden Brille schließlich rückt durch das dritte Fachgebiet, photokatalytische Beschichtungen, in greifbare Nähe. Durch neuartige Beschichtungsmöglichkeiten können verschiedenste Oberflächen wie Glas oder Metalle nicht nur sauber bleiben, sondern sogar Schadstoffe abbauen.

 

Die Veranstaltung, die eine Serie von Workshops einleitete, wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als voller Erfolg gewertet. Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft konnten intensiviert oder ganz  neu geknüpft werden, neue Möglichkeiten wurden aufgezeigt und bisher eher weniger präsente Forschungsbereiche, die ein großes Potential zur Verbesserung von täglich genutzten Produkten in sich tragen, rückten in den Fokus.

 


Über Measurement Valley
Measurement Valley ist das weltweit führende Kompetenznetzwerk für Messtechnik. Es ist beheimatet in Göttingen – dem weltweit bekannten Standort für Forschung und Lehre. Hier stehen das Know-how und die Produkte von ca. drei Dutzend Hightech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 6500 Mitarbeitern zur Verfügung. Weltweit ist Technik von Measurement Valley erfolgreich im Einsatz – im Maschinenbau, in der Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrt genauso wie in der Medizintechnik, in der Food- und Energiebranche. Das Netzwerk verfügt über Kapazitäten, mit denen individuelle Technologien und Lösungen entwickelt, optimiert und produziert werden können. Ihre Technologien sorgen z.B. dafür, dass Motoren abgas- und verbrauchsärmer werden, Güter qualitativ hochwertig gefertigt werden, Medizintechnik dem Menschen hilft und Sicherheit im Flug-, Bahn- und Straßenverkehr möglich wird. So helfen Firmen des Measurement Valley, das Leben angenehmer, leichter und sicherer zu machen.

Kontakt:
Measurement Valley e.V.:
Claudia Trepte
Geschäftsführerin
Nikolaistraße 29
37073 Göttingen
Tel.: 0551/99 99 99 9
Fax: 0551/99 99 99 8
Mail: ct@measurement-valley.de
Internet: www.measurement-valley.de

 

 

Über NIP
Die industrielle Anwendung des ionisierten Gases Plasma zur Oberflächenbehandlung verschiedenster Materialien gilt derzeit als eine der innovativsten Zukunftstechnologien. Neue Anwendungsfelder für das physikalische Plasma werden derzeit in der anwendungsorientierten Forschung erschlossen, um Produktionsprozesse schneller, einfacher, ökoeffizienter und kostengünstiger gestalten zu können.
Um die Kommunikation zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und der anwendungsorientierten Forschung zu stärken und so die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, wurde der NIP gegründet. Der von der europäischen Union geförderte Informations- und Forschungsverbund besteht aus vier forschungsstarken Instituten und zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Viöl

HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Naturwissenschaften und Technik
Von-Ossietzky-Straße 99
37085 Göttingen

Tel.:  +49(0)551 3705-218 
Fax:  +49(0)551 3705-206
Mail: Vioel@hawk-hhg.de

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