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Entwürfe für die "Feuerlinie" in Rotterdam

HAWK-Architektur-Studentinnen nehmen an internationalem Workshop teil
Rotterdam

Die Bombardierung Rotterdams zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hat die komplette Innenstadt zerstört. In den Jahren direkt nach dem Krieg ergab sich damit die Möglichkeit, ein komplettes neues Stadtzentrum zu bauen. Dieses sollte zu einem Symbol der neuen Zeit werden.

 

Problematisch waren oder sind bis in die heutige Zeit die Zonen der so genannten „Brandllijn“ (Feuerlinie), also die Schnittkanten zwischen dem nicht zerstörten Stadtkern und dem neu gebauten Teil. Entwürfe für diese Zonen zu erarbeiten, das war die Aufgabe der 30 Studierenden  der Universität Krakau, TU Delft, HTW Dresden und der fünf Studentinnen der Fakultät Bauwesen, Studiengang Architektur der HAWK.

 

Unterstützt von zwölf Tutoren aller teilnehmenden Hochschulen erarbeiteten die Studierenden in fünf gemischten Gruppen architektonische Vorschläge für diesen problematischen städtebaulichen Raum. Dem Tutorenteam gehörten von der Fakultät Bauwesen Prof. Michael V. Sprysch, Verwaltungs- Prof. Michael Wagner und Arch. Dipl.- Ing. Thomas Kauertz an. Der zweiwöchige Workshop startete, wie sollte es auch anders sein in den Niederlanden, mit einer geführten Radtour entlang der „Feuerlinie“. Die Architekturführer legten bei ihren Ausführungen besonderen Wert auf die städtebaulichen Problemzonen. Im Anschluss wurden die Bearbeitungsteams gebildet – Studierende aus drei Nationen, Workshopssprache: Englisch.

 

Neben der Unterstützung der Tutoren bei der Bearbeitung der Aufgabe, erhielten die Gruppen auch noch Vorlesungen von ortsansässigen Historikern, Stadtplanern und Architekten.
Unter den Vorträgen beeindruckte besonders der Beitrag des Büro OMA - Rem Koolhaas. Das weltberühmte Architekturbüro prägt mit diversen Projekten das jetzige und zukünftige Stadtbild Rotterdams.

 

Unter dem Projekttitel „Facing Impact of the Second World War: Urban Design in Contemporary European Cities“ (www.urbanwarimpacts.eu) hatte die CUT Kraukau unter der Leitung von Prof. Krzysztof Bieda und Ph.D. Kinga Raco-Leja das auf drei Teilworkshops angelegte, vom Erasmus-Programm finanzierte, Projekt organisiert. Alle Workshops finden in vom Krieg zerstörten Städten statt. Der erste Workshop vor zwei Jahren hatte Oswiecim/Auschwitz–Birkenau zum Thema, die letzte Station wird 2012 in Dresden und in Hildesheim sein. Aus der Fakultät Bauwesen nahmen die Master-Studierenden Sabrina Fasche, Lena Scheppman, Lena Günther, Inga Höffers und Cornelia Hagemiller teil.

 

Weitere Informationen über die Fakultät Bauwesen

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