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Prüfungsstress adé bei Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie

Abschlussfeier der HAWK-Bachelor- und Master-Studiengänge / hohes Innovationspotential in vertrauten Bereichen
ELP

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Prüfungsstress adé, jetzt geht es richtig los. Das belegen zumindest die Ergebnisse der Alumnibefragungen, die zur 18. Verabschiedung der HAWK-Bachelor- und 4. Verabschiedung der Master-Absolventinnen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie (ELP) von Prof. Dr. Ulrike Marotzki erstmals vorgestellt werden.

Die Verabschiedungsfeier fällt zusammen mit dem zehnjährigen Bestehen des Bachelor-Studiengangs und weiteren Anlässen zum Feiern. Die Master-Absolventin Nummer 60 und Bachelor-Absolventin Nummer 600 werden heute feierlich verabschiedet. Das sind zufriedenstellende Zahlen für die noch jungen Studiengänge. Auch die Aussichten auf Beschäftigung der 58 Bachelor- und 18 Master-Absolventinnen und -Absolventen klingen viel versprechend.

 

Bericht von HAWK-Radio bei Radio Tonkuhle

 

Für ihre Festrede hat Prof. Dr. Marotzki interessante Nachrichten von den Ehemaligen der Studiengänge mitzuteilen. Sie hat die Ergebnisse der Absolventinnen- und Absolventenbefragung in der Hand, die jetzt erstmals öffentlich vorgestellt werden. Zehn der ersten zwölf Bachelor-Kohorten wurden 14 Monate nach Beendigung ihres ELP-Bachelor-Studiums postalisch befragt. 191 von 341 Angeschriebenen – also 54 Prozent – haben geantwortet und 71 Prozent haben ihr Studium mit „gut“ bzw. „sehr gut“ bewertet.  Die Chance, sich über einen längeren Zeitraum zu bilden, sowie die Möglichkeit einer weiteren Akademisierung im Anschluss an das Bachelor-Studium haben mit 68 Prozent bzw. 66 Prozent ebenfalls einen hohen Stellenwert.

 

Bis zum Wintersemester 09/10 haben 49 BachelorAbsolventen und -Absolventinnen auch schon das Master-Studium an der HAWK angeschlossen. 25 der Befragten sitzen heute in Leitungspositionen im Gesundheitsbereich. 44 Prozent der Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen haben in der Bewerbungsphase mehr als eine Arbeitsstelle angeboten bekommen. 26 Prozent haben eine neu geschaffene Stelle angetreten, bei weiteren 17 Prozent wurde die Stelle an den neuen Stelleninhaber angepasst.
„Dies spricht für den Pioniergeist, mit dem von den Absolventen und Absolventinnen beständig neue Arbeitsbereiche eröffnet werden“, freut sich Prof. Dr. Marotzki. Denn die Akademisierung der Berufe ist noch genauso jung wie die Studiengänge selbst.

 

Ähnlich erfolgreiche Zahlen hat der Master-Abschluss vorzuweisen. 18 der bis dato 29 Verabschiedeten hatten sich an der Befragung beteiligt. Fast alle – 94 Prozent – sind berufstätig, 84 Prozent würden ihr Fach wieder studieren, 78 Prozent davon erneut an der HAWK. Auch hier gab es die Note „gut“. Besonders hervorgehoben wurde „ein größerer Spielraum die neue Qualifikation in die Arbeitsstelle einzubringen“. Neben der klassischen therapeutischen Tätigkeit wurde von Aufgaben in Forschung, Lehre, Leitung und Koordination berichtet.

 

Katharina Schulz, sie ist übrigens die 60. Master-Absolventin, arbeitet genau wie während ihres Studiums in einer logopädischen Praxis. „Außerdem werde ich meine Tätigkeit als Dozentin in Berufsfachschulen weiter ausbauen. Dabei schaue ich auch, wo sich durch den Master neue Berufsfelder für mich eröffnen. Dadurch, dass wir noch relativ wenige sind, ist die Lage in Deutschland gut überschaubar, so dass ich ständig neue Kontakte – auch zu anderen Hochschulen – knüpfen kann.“ Bachelor-Absolvent Lukas Lai ist auch zufrieden: „Ich habe schon jetzt eine Festanstellung bekommen in einer noch jungen Physiotherapie-Praxis, bei deren Aufbau ich bereits während meiner Studienzeit mitwirken konnte. Damit bin ich zufrieden, weil ich da die Chancen und die Freiheiten habe, die gelernten Studieninhalte mit der Praxis zu verbinden, um Neues entstehen zu lassen.“ Bachelor-Absolventin Julia Urbatsch „hetzt derzeit von einem Bewerbungsgespräch zum nächsten“, ist aber höchst zuversichtlich. Das Interesse an ihr als Ergotherapeutin mit akademischem Abschluss ist groß. Entschieden hat sie sich noch nicht, denn: „Die bisher vorgeschlagenen Gehälter könnten durchaus besser sein.“

 

Prof. Dr. Marotzki bestätigt das auch anhand der Evaluation:„Insgesamt sind das sehr zufrieden stellende Werte. Es gibt aber dennoch einen großen Wehrmutstropfen. Sowohl nach Bachelor als auch Master vermissen viele eine Vergütung entsprechend dem akademischen Grad.“ Prof. Dr. Annette Probst gibt den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg: „Sie sind Weltveränderer. Mit ihrem Abschluss ziehen Sie keinen Schlussstrich unter die Wissenschaft – es sind Ihre Beiträge, die sich für die Qualität therapeutischer Dienstleistungen auszahlen.“

 

Dann ist es die Master-Absolventin Elisabeth Schmidt, die noch mal einen amüsanten Überblick über das Studium selbst gibt. Viele bringen Studium und Berufstätigkeit unter einen Hut. Das kann sicherlich schlauchen, zumal auch viele der Studierenden Kinder haben. „Unabdingbar ist ein gutes Zeitmanagement“, erklärt Schmidt. Das kann man bekanntlich ja auch immer gut gebrauchen im Berufsleben.

 

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