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Symposium: "Biokohle - Klimaretter oder Mogelpackung?"

"First INTERREG NSR Biochar conference" am 5. und 6. Oktober / HAWK in der wissenschaftlichen Leitung
Ressourcenmanagement

HAWK-Prof. Dr. Rainer Wallmann von der Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement ist Mitorganisator des Symposiums: „Biokohle – Klimaretter oder Mogelpackung?“ zu dem der  Arbeitskreis für die Nutzbarmachung von Siedlungsabfällen (ANS) nach Berlin einlädt. Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Oktober im Botanischen Garten und dem Botanischen Museum statt. Unter der Überschrift „Risiken und Chancen für die Abfallwirtschaft“ werden Fragen aufgeworfen, wie:

 

  • Was ist wirklich dran an der Biokohle
  • Welche Prozesstechniken stehen zur Verfügung und auf welchem Entwicklungsstand stehen diese?
  • Wie ist die Anwendung von Biokohle rechtlich einzuordnen?
  • Welche Erfahrungen liegen vor aus der landbaulichen Anwendung, welche aus der energetischen Verwertung?
  • Wie ist die Nachhaltigkeit einzustufen, insbesondere vor dem Hintergrund der Energiebilanz des Gesamtverfahrens, wie steht es mit der Klimawirksamkeit und wie sieht es aus mit den Kosten?
  • Und  - last but not least - welche Bedeutung kann Biokohle für Abfallwirtschaft einnehmen?

 

Das Symposium unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Katherina Reiche aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) organisiert der ANS in Kooperation mit der TU Braunschweig, der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fakultät Ressourcenmanagement in Göttingen, The Interreg IVB North Sea Region Programme, dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung und der DWA, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Hennef.

 

Die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Klaus Fricke (TU Clausthal), RDir. Dr. Claus-Gerhard Bergs (BMU) und HAWK Prof. Dr. Rainer Wallmann.

 

Was ist Biokohle?
Biokohle kann durch Pyrolyse oder Hydrothermale Carbonisierung (HTC) aus Biomassen und damit auch aus organischen Abfallstoffen, wie Bioabfällen und Klärschlämmen, produziert werden. Dabei findet eine "Verkohlung" statt und es entsteht, je nach Behandlungsintensität, ein kohleähnliches Produkt. Biokohle kann stofflich oder energetisch genutzt werden, wobei nach derzeitigem Stand jeweils positive Auswirkungen auf die Kohlenstoffbilanz auftreten bzw. Beiträge zum Klimaschutz geleistet werden können. Bei der stofflichen Verwertung der mittel- bis langfristig stabilen Biokohle als Bodenverbesserer wird neben dem positiven Klimaeffekt durch die Kohlenstoffsenke auch eine Steigerung der Bodenfruchtbarkeit (Wasser- und Nährstoffhaushalt) erreicht.

 

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