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Ministerin Wanka lobt die HAWK für den Ausbau des Teilzeitstudiums

HAWK feiert 40. Geburtstag mit einer Zukunftsdiskussion im Rahmen des gemeinsamen Strategieprozesses

Zukunft

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Patentrezepte gab es bei der Zukunftsdiskussion anlässlich des 40. Geburtstages der HAWK natürlich nicht. Dafür aber gab es Anregungen und Austausch, viele interessante Gespräche und eine Gewissheit: Die Zeit, Weichen zu stellen und Strategien zu entwickeln, ist jetzt.

 

„Jeder dritte Euro wird in Niedersachsen in Bildung und Wissen gesteckt“, betonte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka in ihrem Impulsvortrag. Bildung habe heute einen höheren Stellenwert als noch in den 1990er Jahren. Mit dem Zukunftsvertrag habe die Landesregierung für Sicherheit und Transparenz gesorgt.

 

Nach den ersten Einschätzungen des diesjährigen doppelten Abiturjahrganges in Niedersachsen rechne sie für die kommenden drei Jahre weiter mit konstant hohen Studienbewerberzahlen in Niedersachsen, sagte Wanka. Die Hochschulen sollten diese Chance zur Ausweitung des Fächerspektrums nutzen, beispielsweise in den Bereichen Frühkindliche Bildung, Kooperation mit Berufsschulen oder Verzahnung mit Universitäten bei den Themen Medizintechnik und Gesundheit.

 

Zudem müssten neue Zielgruppen gewonnen werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen seien geschaffen, beruflich Qualifizierte für ein Hochschulstudium zu gewinnen. Ausfüllen müssten das Programm jetzt die Hochschulen. Für manchen Standort sei dies nach 2020 überlebenswichtig. Ausdrückliches Lob bekam die HAWK von der Wissenschaftsministerin für die im niedersächsischen Vergleich herausragenden Anstrengungen im Bereich Teilzeitstudium. Gearbeitet werden müsse weiter am Ausbau der Forschung.

 

Prof. Dr. Friedhelm Vahsen erinnerte in seiner Rede an die Anfänge der HAWK, besonders die der „Uni Ochtersum“ in Hildesheim, die heute die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit ist. Vahsen schlug die Brücke von 1971 bis heute. Auch er legte das Augenmerk auf die Weiterentwicklung der Forschung.

 

Zukunftsforscher Prof. Dr. Rolf Kreibich mahnte, heute müsse in globalen Zusammenhängen gedacht werden. Alle fünfeinhalb Jahre verdoppele sich das wissenschaftliche Wissen. Darauf müsse die Bildung reagieren und an Hochschulen besonders auch Orientierungswissen vermitteln.

 

In Zeiten von Bachelor und Master sei im deutschsprachigen Raum eine gute Didaktik die Ausnahme, spitzte Prof. Dr. Reinhold Popp vom Zentrum für Zukunftsstudien in Salzburg seine These zu. Pädagogische Grundhaltung müsse der „Respekt vor der Neugierde der Lernenden“ . Lernvollzugsanstalten müssten der Vergangenheit angehören.

 

Beim Expertentalk forderte HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel ihre Gesprächspartner zu den Themen Forschung und strategische Ausrichtung heraus. Unterstützt wurde sie dabei vom Publikum. Das hatte nämlich auf „Do“ und „Don’t“-Karten seine Meinung zur HAWK im Jahr 2025 abgegeben. Mit blauen Punkten hatten Gäste und HAWK-ler zuvor ihre Position auf vier Koordinatensystemen markiert.

 

Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Zukunftsdiskussion dokumentiert und im Rahmen des Prozesses zur Erarbeitung eines neuen Hochschulentwicklungsplanes anschließend  veröffentlicht.  

 

Alle Redebeiträge führten zu einem lebhaften Austausch in den Pausen. Essen und Trinken wurden dabei fast zur Nebensache. Die Veranstaltung, die HAWK-Kanlzer Dr. Marc Hudy moderierte,  fand im neu hergerichteten Hörsaal 217 im Hohnsen 1 statt. Der Weg dorthin war auch für Gäste überhaupt kein Problem, denn er war von blauen Luftballons gesäumt.

 

„Wohin geht die Reise, was können wir tun, um die richtigen Weichen zu stellen“, hatte Präsidentin Dienel in ihrer Begrüßungsrede gefragt und hervorgehoben, dass diese 40-Jahr-Feier ein Element des begonnenen Strategieprozesses sei: „Wir müssen das Fundament sichern, um dann nach den Sternen zu greifen.“

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