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Neuer fakultätsübergreifender Forschungsschwerpunkt DIALOG an der HAWK

VolkswagenStiftung stellt knapp eine Million Euro bereit

Mit knapp einer Million Euro unterstützt die VolkswagenStiftung den neuen Forschungsschwerpunkt DIALOG der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Das Thema:„Gestaltung des demographischen Wandels und der zunehmenden gesellschaftlichen Diversität“ in ländlich geprägten Regionen und im Dialog mit Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Forschungspartner sind zwei HAWK-Fakultäten: Ressourcenmanagement in Göttingen und Management, Soziale Arbeit, Bauen in Holzminden.

 

„Nicht nur das Thema stellt eine Herausforderung dar, sondern auch die Kooperation der zwei HAWK-Fakultäten verspricht spannende Forschungsdiskurse“, so Prof. Dr. Alexandra Engel und Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Sprecherin und Sprecher des Forschungsschwerpunktes. HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Wolfgang Viöl unterstreicht: „Wir freuen uns sehr, dass die VolkswagenStiftung mit ihrer Förderung die gesellschaftliche Bedeutung des Themas demografischer Wandel und damit die Relevanz des Forschungsvorhabens der beiden HAWK-Fakultäten unterstreicht.“

 

In dem inter- und transdiziplinären Forschungsschwerpunkt DIALOG arbeiten ab Januar 2012 sieben Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Fakultäten Management, Soziale Arbeit, Bauen aus Holzminden und Ressourcenmanagement aus Göttingen in sieben Teilprojekten mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis zusammen. Forschungsorte der Teilprojekte sind die Städte bzw. Regionen Cloppenburg, Cuxhaven, Duderstadt, Holzminden und Nienburg.

 

Ziel des Projektes ist, übertragbare Strategien und Konzepte zur Gestaltung des demografischen Wandels und der zunehmenden gesellschaftlichen Diversität durch Nutzung vorhandener Potenziale für Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie Bürgerschaft in peripheren ländlichen Räumen mit ihren kleinen und mittleren Städten zu entwickeln.

 

Ausgangshypothese ist, dass die betrachteten Räume in ihrer Entwicklung weitgehend auf sich selbst gestellt sind, dass sie also auf die umfassende Nutzung ihrer eigenen Potenziale angewiesen sind und dass gleichzeitig diese nur im Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort entdeckt, weiterentwickelt und in Wert gesetzt werden können.

 

Dafür ist es notwendig, die spezifischen Rahmen- und Entwicklungsbedingungen der Städte und Regionen vor dem Hintergrund aktueller Wandlungen besser zu verstehen und die im sozialen Raum ablaufenden Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen sowie in ihren Wechselwirkungen zu betrachten. Denn insbesondere für die im Fokus stehenden ländlichen Räume mit ihren kleinen und mittleren Städten fehlen Gestaltungs- und Lösungsansätze, die die sich abzeichnende Zunahme gesellschaftlicher Diversität angemessen berücksichtigen und gewinnbringend nutzen.

 

Der Forschungsschwerpunkt DIALOG will mit neuen Methoden und Verfahren bislang ungelöste gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme in ländlichen Räumen mit ihren kleinen und mittleren Städten in einer neuen Qualität und Tiefe durch Inter- und Transdisziplinarität bearbeiten. Die entwickelten Strategien und Konzepte sollen vor Ort erprobt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Damit sollen Erfolg versprechende Modelle für die Entwicklung der untersuchten Räume, aber auch für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis und innerhalb der Wissenschaft entwickelt werden.
Für das Vorhaben werden durch das „Niedersächsische Vorab“ knapp 800.000 Euro bereitgestellt; zusätzlich wurden knapp 200.000 Euro von Partnerinnen und Partnern aus der Praxis eingeworben.

 

Besonders freuen sich die Sprecher des Forschungsschwerpunktes darüber, dass mit der Bewilligung von drei Promotionsstipendien die Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses möglich ist. So bieten die beiden Fakultäten für die Absolvierenden ihrer Master-Studiengänge weitere Entwicklungschancen. Auch die derzeitigen Studierenden der Master-Studiengänge Soziale Arbeit im ländlichen Kontext und Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung werden die Gelegenheit haben, Forschungsluft zu schnuppern: Methodische Vorgehensweisen und Ergebnisse fließen unmittelbar in die Lehre ein.

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Alexandra Engel
HAWK-Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen
E-Mail : engel@hawk-hhg.de
Tel. : 05531/126-192


Prof. Dr. Ulrich Harteisen
HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement
E-Mail: harteisen@hawk-hhg.de
Tel.: 0551/5032-0

 

Erscheinungsdatum: 14.12.2011 

Forschungsschwerpunkt