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Restaurierung und Schlossgespenst

Studierende der Akademie Riga und der HAWK in Hildesheim konservieren bemalte Wandbespannungen in Gut Ludwigsburg
Schmuckgrafik

Restaurierungs-Studierende aus Riga und von der Fakultät Erhaltung von Kulturgut der HAWK in Hildesheim haben sich jetzt unter der Leitung von Prof. Dr. Michael von der Goltz zu einem zweiwöchigen gemeinsamen Projekt im Gut Ludwigsburg an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste getroffen. In dem aus dem 18. Jh. stammenden heutigen Gutshaus befinden sich neben anderen Sehenswürdigkeiten auch großflächige bemalte textile Wandbespannungen. Diese, ebenfalls aus dem späten 18. Jh. stammenden und in der Mitte des 19. Jh. überarbeiteten Werke mit Genredarstellungen, galt es zu untersuchen und zu konservieren.

 

Bei der Untersuchung stellte sich u.a. heraus, dass die Wandbespannungen nicht ursprünglich für den jetzigen Raum angefertigt worden waren, sondern vermutlich von einer anderen Stelle im Schloss stammten. Im 19. Jh. wurden sie versetzt, was vermutlich auch der Anlass für die Überarbeitung war. Im Anschluss an die Untersuchungen fanden diffizile Sicherungsarbeiten an der Bildschicht und der Papierrahmung statt.

 


Die Studierenden arbeiteten und wohnten in dem Schloss, in welchem es – der sicheren Überlieferung nach – auch ein Schlossgespenst gibt. Dieses, bei dem es sich um Friedrich Ludwig von Dehn, den Erbauer des jetzigen Schlosses, handeln soll, wurde zwar nicht gesichtet, war allen Beteiligten aber ständig als guter Geist des Projekts freundlich präsent.

 

Das Projekt soll weiter geführt werden. Es schließt sich an eine Reihe zuvor in Lettland durchgeführte gemeinsame Projektwochen der Akademie Riga und der HAWK Hildesheim an.

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