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Aus dem Kapellenraum in der Pathologie soll ein Raum der Stille werden

Der restliche Gebäudeteil wird in einen Gastronomiebetrieb umgewandelt

HAWK-Campus Weinberg:

Für die Zukunft des denkmalgeschützten Pathologiegebäudes auf dem ehemaligen Gelände des Klinikums zeichnet sich eine Nachnutzung ab, die von allen Interessenvertreter(inne)n geteilt wird. In einem Gespräch zwischen HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel, dem Leiter der Pathologie im Klinikum, Prof. Dr. Karl-Friedrich Bürrig, Marc Fesca von der Arbeiterwohlfahrt, die das Gebäude übernehmen wird, der städtischen Denkmalpflegerin Dr.-Ing. Maike Kozok sowie Superintendent Helmut Aßmann als Vertreter der Kirchen wurden die verschiedenen Aspekte der Nachnutzung erörtert.

 


Ein Abriss des Pathologiegebäudes kommt aus denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten nicht in Frage. Es galt, die besondere Geschichte dieses Gebäudes und die in Aussicht genommene Nutzung als Restauration in ein angemessenes Verhältnis zu bringen.

 


Auf Vorschlag von Christiane Dienel soll aus dem alten Kapellenraum in der Pathologie ein Raum der Stille werden, der allen Religionen offensteht. Der restliche Gebäudeteil wird in einen Gastronomiebetrieb umgewandelt, der für den Studienbetrieb an der HAWK dringend benötigt wird. Auf die Geschichte des Gebäudes wird mit einer geeigneten Installation aufmerksam gemacht werden. Die evangelische und die ka-tholische Kirche äußerten Interesse, in der Ausgestaltung und späteren Nutzung des Raumes der Stille unterstützend tätig zu werden. Dieses Angebot wollen die AWO und die HAWK sehr gerne annehmen.

 


Einer Idee von Karl-Friedrich Bürrig folgend, sollen in der Zeit bis zur Inbetriebnahme der Gastronomie in der Kapelle der ehemaligen Pathologie eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden, die die innere Verwandlung des Gebäudes nachzeichnen: von einem Ort, der vom Tod geprägt war, zu einem Haus, das dem Leben dient. Dazu wird demnächst eine kleine Arbeitsgruppe eingerichtet. AWO und HAWK werden diesen Prozess mit einem gemeinsamen Buchprojekt dokumentieren.

 


Marc Fesca wies im Gespräch darauf hin, dass der Raum, der durch die Umnutzung der Kapelle nicht für die Gastronomie zur Verfügung steht, durch denkmalpflegerisch zu verantwortende Anbauten an die Pathologie wiedergewonnen werden kann.

 


Helmut Aßmann begrüßte die Geste der Hochschule, einen Raum dem akademischen Betrieb einzugliedern, der ausdrücklich den existentiellen Fragen aller Menschen auf dem Campus gewidmet ist und der multikulturellen Situation der Studierenden Rechnung trägt.

 

20. 2. 2012 - Presseinfo zum Pressegespräch im Sitzungssaal des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, Klosterstraße 6, Hildesheim

Erscheinungsdatum: 20.02.2012