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Wissenschaftsministerin Wanka hebt Forschungserfolge der HAWK-Ingenieurschmiede hervor

Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik feiert 20. Geburtstag

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof.  Dr. Johanna Wanka hat in ihrer Festrede zum 20. Geburtstag der Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik die bemerkenswerten Erfolge der Fakultät  im Bereich der angewandten Forschung hervorgehoben: „Ihre  starke Affinität zur Forschung liefert uns als Landesregierung  gute Gründe, dem Thema Forschung an Fachhochschulen noch größere Bedeutung beizumessen“, betonte die Ministerin.

 

HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel hatte sich zuvor bei der Ministerin für die große Unterstützung der Hochschule an allen Standorten bedankt und die engen Verbindungen der Fakultät zur regionalen Industrie als Herz und Motor der positiven Entwicklung beschrieben. Ein Ziel des 20-jährigen Geburtstagskindes sei, „Zugang zu noch mehr jungen Frauen“ zu bekommen. Es müsse gelingen mehr Abiturientinnen für ein Ingenieurstudium zu gewinnen.

 

Wie man erfolgreich junge Forscher heranbilde schilderte Dekan Prof. Dr. Josef Schalz. Er habe seinem Enkel die Funktionsweise von Flugzeugen verständlich machen wollen und ihm gezeigt, dass Luftwiderstand mit Geschwindigkeit zunimmt.  Wie das geht? Hand bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus dem Autofenster halten. „Wir müssen die Neugier auf Technik noch mehr unterstützen und fördern“, forderte Schalz, „und Jede/Jeder solle in seinem persönlichen Umfeld besonders die jungen Frauen für ein Ingenieurstudium werben.“

 

Der Vorsitzende des Fördervereins der Fakultät, Prof. Dr. Gerd Litfin, einer der Gründerväter, erinnerte daran, dass die Fakultät Naturwissenschaften und Technik auf Initiative der regionalen Wirtschaft entstanden und heute erfolgreich den Kinderschuhen entwachsen sei. Der ehemalige Exerzierplatz von den Fakultätsgebäuden biete Raum für Visionen. Litfin: „Die Fakultät ist ein Erfolgsmodell geworden.“ Der Förderverein habe mittlerweile mehr als eine Million Euro Fördergelder zur Entwicklung beigesteuert. Zum Geburtstag stiftete der Verein eine Skulptur des Bildhauers Ullrich Brinkmann, die im Anschluss an die Feierstunde enthüllt wurde.

 

Göttingens Bürgermeister Wilhelm Gerhardi und Bernhard Reuter, Landrat des Landkreises Göttingen, hoben die Bedeutung der „Ingenieurschmiede Südniedersachsen“  für die wirtschaftliche Entwicklung der Region hervor. Stephan Gais, Vorsitzender der Geschäftsführung der Firma Mahr GmbH, beschrieb die Vernetzung des Unternehmens mit der HAWK als großen Gewinn für beide Seiten. Durch die enge Zusammenarbeit sei der vielbeschriebene Ingenieurmangel kein Thema.

 

Die Vizepräsidentin der Universität Göttingen, Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne brachte die Glückwünsche der Uni mit und die Freude über intensive und erfolgreiche Kooperationen. Jüngstes Beispiel sei der Preis der Initiative "Deutschland - Land der Ideen", der direkt vor der Feierstunde an HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl  und Prof. Dr. Holger Militz von der Universität verliehen worden war. Deren Projekt "Witterungsbeständiges Holz durch Plasmatechnologie" wurde als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet. „Damit wurde ein Gemeinschaftsprojekt der HAWK und der Universität Göttingen geehrt, das beispielhaft ist“, sagte Casper-Hehne.

 

Zum Abschluss der Feierstunde vergab Prof. Dr. Frank Gräfe die Preise eines Fotowettbewerbs, den er anlässlich des 20. Fakultätsgeburtstages organisiert hatte.

Erscheinungsdatum: 13.04.2012