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Gerhard Kemper zum Honorarprofessor der HAWK ernannt

HAWK-Präsidentin Dienel übergibt die Ernennungsurkunde im Rahmen der Immobiliendebatte 2012 in Holzminden

Gerhard Kemper (61) ist eine offene, zugewandte Persönlichkeit. Er interessiert sich für die Menschen, die ihm gegenüberstehen, nicht nur für deren Leistungen. Bis 2008 baute er das „mit Abstand größte Maklerunternehmen für Einzelhandelsflächen in Deutschland mit auf“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Wirtschaftsteil ein Jahr nach dem Verkauf der Kemper’s Gruppe an Jones Lang LaSalle schreibt. Gerhard Kemper ist jetzt zum Honorarprofessor der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim/Holzminden/Göttingen ernannt worden.

 

„Wir sind stolz darauf, mit Gerhard Kemper einen ‚Leuchtturm‘ der Branche in unseren Reihen aufnehmen zu dürfen und begrüßen ihn ganz herzlich als neuen Honorarprofessor“, sagte HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel in Holzminden bei der feierlichen Übergabe der Ernennungsurkunde. Ein Fachmann dieses Ranges festige den Ruf der HAWK im Bereich  der Studiengänge Immobilienmanagement. Erstklassig ausgebildete Immobilienmanagerinnen und Immobilienmanager verlassen nach dem Bachelor- und Master-Studium die Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen in Holzminden.

 

An der HAWK hält er seit 2009 pro Semester zwei Vorlesungen und betreut Bachelor- und Master-Arbeiten als Prüfer. Er lässt die jungen Leute teilhaben an seinen Erfahrungen: 1990 tritt er in das von seinem Vater und seiner Tante gegründete Unternehmen ein. Das Management der Gruppe und er verfünffachten bis 2007 die Zahl der Mitarbeiter/innen auf 145 und verzehnfachten den Umsatz auf 38 Millionen Euro pro Jahr. Dabei ist er auf einen Eckwert der Firmenbilanz besonders stolz: „Spitzenreiter bei der Mitarbeiterproduktivität unter den Großmaklern“.

 

Gerhard Kemper organisiert als Geschäftsführer des Unternehmens einen systematischen Einstellungs-, Einarbeitungs- und Weiterbildungsprozess. Er entwickelt leistungsunterstützende interne Strukturen mit einem klaren Karrierepfad für High Potential Mitarbeiter. Er etabliert ethische Standards mit den „Kemper’s Fair Play Regeln“ und legt Wert auf berechenbare Förderung und Führung. Dazu Kemper: „Mir war immer wichtig, dass die Menschen, die bei uns arbeiten, in unserem Unternehmen langfristige Perspektiven finden. Im Maklergeschäft - so wie wir es betrieben haben - sind langfristige Kundenbeziehungen der Schlüssel zum Erfolg. Die sind nur mit erfahrenen Mitarbeitern möglich, die dem Unternehmen über viele Jahre verbundenen sind.“

 

Gerhard Kemper gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (GIF) und als Mitglied des deutschen Vorstandes der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) setzt er sich für internationale Verhaltensregeln für Immobilienmakler ein.

 

Nach Abitur und Wehrdienst in Braunschweig absolvierte er zunächst eine Banklehre in Hamburg. Den „Bachelor of Commerce“ erhielt er nach seinem Studium an der Concordia University in Montreal, Kanada und schloss an der York Universität in Toronto mit dem „Master of Business Administration“ ab. Bis 1991 arbeitete Kemper in Kanada und den USA in leitenden Funktionen, bis er 1990 dem Ruf ins deutsche Familienunternehmen folgte. In einem der ersten Jahrgänge erwarb er 1991 den Titel „Immobilienökonom“ an der European Business School in Oestrich-Winkel (jetzt IREBS).

 

Expertenwissen über Einzelhandelsimmobilien, Erfahrungen mit Boom und Krise, strategisches Denken: All dies kann er jetzt an die nachfolgende Generation der Immobilienwirte weitergeben. Zu seinen Themen an der HAWK gehören die Vorlesungen „Unternehmensstrategie“, „Shopping Center in Deutschland“ und „Immobilienmakler in Deutschland“. Aktuell bearbeitet er mit den Studierenden ein Einzelhandelsprojekt in Wolfsburg mit dem Ziel für die dortige Markthalle ein neues Nutzungskonzept zu erstellen.

 

„Gerhard Kemper hat sich um die immobilienwirtschaftliche Forschung und Weiterbildung verdient gemacht und zur Professionalisierung dieses bedeutenden volkswirtschaftlichen Wirtschaftszweiges beigetragen“, sagt ein anderer führender Kopf in der Immobilienwirtschaft bei seiner Laudatio im Lichthof des historischen HAWK-Gebäudes in Holzminden. Die Auszeichnung für die Verdienste fand statt im Rahmen der Immobiliendebatte 2012 „Älter, fitter, ärmer? Wie gehen Städte und Kommunen mit dem demografischen Wandel um?

Erscheinungsdatum: 31.05.2012