English Version | Intranet | Schnellzugriff

Nichts ist unmöglich

Wie sich die Teams auf das große HAWK-Papierbootrennen am 17. November vorbereiten

Papierboote beim Training

Beim Training im Wasserparadies hat es noch nicht jedes Papierboot von einem Beckenrand zum anderen geschafft. Hier und dort wurde die Konstruktion noch überarbeitet.

Geht das überhaupt? Mit einem Boot aus Papier ein Schwimmbecken zu überqueren? Genau das möchte die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen im Wasserparadies Hildesheim herausfinden. Beim „Großen HAWK-Papierbootrennen“ stellen sich insgesamt 14 Teams dieser Herausforderung. Drei Läufe über das Schwimmerbecken sind insgesamt zu absolvieren. Die ersten Tests signalisieren:  Nichts ist unmöglich. Doch was treibt die Tüftlerinnen und Tüftler überhaupt an, bei diesem außergewöhnlichen Wettbewerb anzutreten? 

 

In einem scheinen sich alle einig zu sein. Es geht um den Spaß. Und darum, diese kniffelige Aufgabe erfolgreich zu lösen. Aber es steckt noch mehr dahinter: „Wir sind ganz frisch an der HAWK. Da dachten wir uns, das ist auch eine gute Gelegenheit  ist, neue Leute und die HAWK besser kennen zu lernen“, erklärt Tobias Langer vom Team „MS Niveau“, der gerade sein Studium an der HAWK-Fakultät Gestaltung begonnen hat.

 

Lisa Handke vom „Team Talentwerkstatt“  hat auch gerade ihr Studium Präventive Konservierung im Bereich Schriftgut, Buch und Graphik im Studiengang Präventive Konservierung begonnen. Sie möchte ebenfalls beim HAWK-Papierbootrennen neue Kontakte knüpfen – und vielleicht kann sie sogar von ihrer vorherigen Ausbildung profitieren: „Da ich als gelernte Buchbinderin gern praktisch arbeite und mit dem Material Papier als solches vertraut bin, wollte ich die Gelegenheit nutzen, beim Papierbootbau meine Erfahrung einzubringen.“

 

Auch das Team „Windstärke 8“ könnte einen echten Joker im Team haben. „Wir haben den Architekt und HAWK-Professor Peter  Döscher dabei. Sein Hobby ist Segeln. Zudem hat er viele Tipps zur Form, wie man die Wettbewerbsvorlagen interpretiert. Da kriegt man Kleinigkeiten raus, die den Bau einfacher machen“, erklärt Teamsprecher Björn Lund, der im fünften Semester Architektur studiert.

 

So unterschiedlich die Teams sind, so gestaltet sich auch die Herangehensweise zur Lösung. Drei baugleiche Boote müssen aus Papier gebaut werden, das vom Unternehmen Arwed Löseke Papierverarbeitung und Druckerei GmbH zur Verfügung gestellt wird. Übrigens beteiligt sich das Unternehmen auch am Wettkampf mit einem Team aus Auszubildenden. Als Hilfsmittel für Verbindungen dürfen die Teams eine Rolle rot-weißes Absperrband sowie eine Rolle zwei Zentimeter breites Klebeband benutzen.

 

 „Mit Kreativität und ganz viel Bleistiftabrieb“ geht Langer mit seinem Team MS Niveau an das Thema ran. Herausgekommen ist eine keilförmige Konstruktion, die einem Surfbrett nicht unähnlich sein soll. Lisa Handke hat sich mit ihrem Team erst mal mit der Beschaffenheit des Papiers auseinandergesetzt: „Unsere Idee war dann, dass man eine stabile Fläche benötigt, auf der eine Person sitzen kann. Außerdem muss die Konstruktion auch schwimmen, und in diesem Punkt dachten wir an ein Luftpolster.“  Es folgten erste Skizzen, inzwischen wurden spezielle Papierrollen angefertigt, mit denen jetzt weiter experimentiert wird. Björn Lund vom Team „Windstärke 8“ möchte auch noch nicht zu viel verraten: „Unser Boot ist schön und funktionell. Es basiert auf einer Rahmenbinderkonstruktion.“

 

Neben Preisen für Schnelligkeit –  für den ersten Platz gibt es 500 Euro, für den zweiten Platz 300 Euro und  für den dritten 200 Euro in Form einer IKEA-Wertekarte – wird zusätzlich von einer fachkundigen Jury ein Innovationspreis vergeben.

 

Das große HAWK-Papierbootrennen findet am Samstag, 17. November, im Wasserparadies Hildesheim statt. Beginn ist um 16 Uhr. Der ausgeschilderte Zugang führt über Seiteneingang am Parkplatz zwischen Wasserparadies und Kreishaus. Alle Informationen zum Rennen sind auch im Internet unter www.hawk-hhg.de/papierbootrennen einsehbar. Der Eintritt ist frei. Da die Kapazität der Zuschauertribüne begrenzt ist, ist es ratsam, frühzeitig zum Rennen zu kommen.

Erscheinungsdatum: 18.11.2012