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HAWK-Studiengänge Konservierung und Restaurierung einzigartig in Niedersachsen

Festakt zum 25jährigen Bestehen / Lokale und internationale Kooperationen stärken Kultur und Gesellschaft

„Woher wir kommen. Wohin wir gehen.“ Unter diesem Motto steht das 25jährige Bestehen der  Studiengänge Konservierung und Restaurierung an der HAWK Hildesheim. Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub begrüßte am Freitag, 25. Januar 2013, rund 150 Gäste aus Wissenschaft und Politik zum Auftakt einer zweitägigen Jubiläumsveranstaltung. Auf dem Programm stand nicht nur der Rückblick auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Lehre und Forschung. Die Teilnehmer/innen erfuhren in zahlreichen Vorträgen und einer Podiumsdiskussion mehr über aktuelle Herausforderungen und Strategien im Bereich Konservierung und Restaurierung. Ein wichtiges Ziel der Veranstaltung ist es, einen breiten Dialog in der Öffentlichkeit über Kulturguterhaltung anzustoßen.

Zur Eröffnung des Festaktes betonte die Präsidentin der HAWK, Prof. Dr. Christiane Dienel, dass die langjährig bestehenden Studiengänge Restaurierung und Konservierung auch ein Teil der Geschichte der Stadt Hildesheim seien. Diese musste nach großflächiger Zerstörung im  Zweiten Weltkrieg einen Teil ihres kulturellen Erbes im Laufe der Jahre wiedererringen. Restauratorisches Erhalten bedeute auch, die Wurzeln von Kultur und Gesellschaft zu stärken.

Dies sei aktuell wichtig für das internationale Engagement der HAWK in Ägypten und China. In Ägypten trage der Austausch nicht nur zur Förderung junger ägyptischer  Wissenschaftler bei, sondern auch zur Stärkung der Wurzeln einer jungen Demokratie. Und aus China spüre man trotz des eher zukunftsorientierten  Wirtschaftswachstums ein verstärktes Interesse an den HAWK-Studiengängen Bauen und Erhalten.  Hier gebe es schon Kooperationsverträge.

 

„In China wächst das Bewusstsein dafür, dass ein Auffüllen der kulturellen Leerstellen und die Vergewisserung der eigenen Vergangenheit, wozu auch die Identifikation mit den gegenständlichen Zeugnissen der Vergangenheit gehört, die Grundlage ist für ein dauerhaftes Wachstum und eine funktionierende Gesellschaft“, so Dienel.

Dr. Josef Lange, Staatssekretär  im  niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, unterstrich in seiner Grußansprache, dass sich die Restaurierungstudiengänge im Kern auf die Zukunft ausrichten. Ein Riesenschritt nach vorn sei die Entscheidung für den neuen Campus am Weinberg gewesen sowie die Fusion der Bereiche Konservierung und Restaurierung mit den Bau-Studiengängen zur Fakultät „Bauen und Erhalten“. Dies sei ein wichtiges Zeichen für das Hochschulprofil Hildesheims.


Die Hochschule habe einiges dafür getan, dass der Studiengang in den 25 Jahren zeitgemäß geblieben sei. Die HAWK führte als erste Hochschule in Deutschland Master und Bachelor ein, so Lange. Ein vergleichbares Angebot wie im Studiengang Restaurierung und Konservierung sei nur an weniger als zehn Hochschulen in Deutschland zu finden, und in Niedersachsen gebe es dieses nur in Hildesheim: ein Alleinstellungsmerkmal für die HAWK, hob der Staatssekretär hervor.

Und auch die guten Kooperationen mit niedersächsischen Partnern wie dem Landesamt für Denkmalpflege tragen zur Bedeutung des Studienganges bei. Hier sei das Interesse von Anfang an groß gewesen, mit  gut ausgebildeten Restauratorinnen und Restauratoren den Erhalt der umfangreichen Denkmallandschaft in Niedersachsen zu sichern.

„Eine Herausforderung bleibt für die Hochschule, dieses kleine und seltene Fach weiterhin gut aufzustellen. Die Attraktivität der Studienangebote und die Nachfrage müssen gesteigert werden – dazu gehört auch, den Kooperationsausbau mit in- und ausländischen Hochschulen fortzusetzen, um so Synergiereffekte zu erzielen“, sagte Staatssekretär Lange in seinem Grußwort.

Oberbürgermeister Kurt Machens betonte in seiner Begrüßungsrede, das Studienangebot Konservierung und Restaurierung sei für die Stadt Hildesheim unersetzlich. Es gebe eine sehr gute Zusammenarbeit  zwischen HAWK und der Stadt mit ihrem Welterbe und den Kulturschätzen im Museum. Diese biete den Wissenschaftler/inne/n Anwendungschance und auch den Ort dazu.

Machens sagte im Ausblick: „Ich wünsche Ihnen, dass es ihnen gelingt,  diesen Studiengang weiterhin interessant für die Absolventen zu machen, so dass diese nach wie vor behaupten können, man habe in Hildesheim Seminare mit überschaubarem Charakter, die sachlich und fachlich sehr ziel- und zukunftsorientiert sind.“

Prof. Dr. Günther Bahre, Dekan der Fakultät Bauen und Erhalten, bestätigte, dass die Studienangebote aus der ehemaligen Fakultät Bauwesen und die Restaurierungstudiengänge sehr gut unter das Dach einer Fakultät passten und dass eine enge Kooperation sehr sinnvoll sei.

Erscheinungsdatum: 25.01.2013