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Laserkunst im High-Tech-Labor

Infotage für Schüler/innen an der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik in Göttingen

Filigrane Laserkunst auf kleinen blauen Kugelschreibern. Ein hochstehendes Pendel, das wie von Zauberhand von einer Maschine ausbalanciert wird. Mikrometergenau geschliffene Linsen, die an ihren glatten Flächen wie von selbst zusammenkleben. Diese Phänomene konnten Schüler/innen aus Berufs- und Regelschulen während der diesjährigen Infotage an der Fakultät Naturwissenschaften und Technik der HAWK in Göttingen hautnah beobachten und sich zusammen mit ihren Lehrer/innen über Lehre und Ausbildung an der Fakultät informieren.

 

Aufgeteilt wurden die Infotage nach den drei großen Studienbereichen Präzisionsmaschinenbau, Elektro- und Informationstechnik sowie physikalische Technologien. Jeder Informationstag begann mit einführenden Fachvorträgen – wie im richtigen Studienalltag. Das Thema Mathematik und die Frage, warum gerade Ingenieure sie brauchen, verdeutlichte Prof. Dr. Volker Carstens den jungen Studieninteressent/inn/en.

 

Aber auch mithilfe praktischer Alltagsvergleiche gaben die Lehrenden einen Einblick in die Studieninhalte: So erklärte Prof. Dr. Thomas Hirschberg, wie der Klavier-Sound in einen Computerchip kommt, der sich in gängigen Keyboards befindet. Und welche technischen Tricks zur Anwendung kommen, um möglichst wenig Speicher zu blockieren.

 

Später ging es dann in die praktische Welt der Versuchs- und Arbeitslabore der Fakultät. Hier wurden die Besucher anhand kleiner Technik-Vorführungen gleich mit eingebunden. So demonstrierte Hirschberg Schüler/innen/-Gruppen später in einem kleinen, aber mit modernster Technik ausgestatteten Tonstudio, wie ein einziges elektronisches Klavier ein ganzes Symphonieorchester imitieren kann – inklusive mehrstimmigen Chor. „Mittlerweile ein sehr gängiges Verfahren bei der musikalischen Nachvertonung von Filmen“, so Hirschberg. „Welche kleinere Filmproduktion kann sich schon einen ganzen Chor leisten, der sekundengenaue Songs abliefert?“. Wie speicherschonend die Technik dabei mittlerweile arbeitet, das erklärte Hirschberg einfach und verständlich mit dem Praxis-Einsatz des Keyboards.

 

Ob Linsenfeinschliff oder Laserkunst auf Kugelschreibern aus Metall – gerade die Besichtigung der Labore zeigte den Besucher/innen den praktischen Anteil eines Studiums an der HAWK.
Und auch ganz wichtige grundsätzliche Themen wie Studienfinanzierung und weitere Spezialisierungen in den Studiengängen kamen später in Inforunden zur Sprache.

 

Geführt von HAWK-Studierenden konnten Schüler/innen dabei auch Erfahrungen aus erster Hand sammeln, und nachfragen, was ein Studium an der HAWK im Bereich Naturwissenschaften und Technik bedeutet.

 

Viele Schüler/innen waren positiv überrascht von dem vielfältigen Angebot der Informationstage. „Man bekommt einen guten Einblick in die Labore, und auch, welche Lerninhalte man benötigt. Ich denke, durch das praxisbezogene Studium kann man sehr gut später im Beruf Fuß fassen“, meinte Ole Evers, Auszubildender und Berufsschüler an der BBS II in Göttingen.

 

Und für Harald Henze, Berufsschullehrer aus Hannoversch-Münden, sind die Infotage der Fakultät Naturwissenschaften und Technik an der HAWK seit Jahren ein Pflichttermin:
„Sich Gedanken darüber zu machen, wie es nach der Ausbildung weitergeht: Das erwarten nicht nur viele Arbeitgeber sondern auch meine Schüler. Niemand möchte bis 67 an der Presse stehen. Daher schauen viele, wie die Perspektiven aussehen könnten: Meister, Techniker oder Ingenieur?“

Erscheinungsdatum: 12.03.2013