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Arbeitskreis "Demenzfreundliche Region Hildesheim" stellt Tagungsergebnisse vor

Themenbereiche identifiziert / Konkrete Aktionen geplant / Mitstreiter/innen gesucht

Der Arbeitskreis „Mit- Denken Demenzfreundliche Region Hildesheim“ hat jetzt die Ergebnisse aus der erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit 150 Teilnehmern und Teilnehmerinnen zur „Demenzfreundlichen Region Hildesheim“ Anfang März an der HAWK entwickelt.

 

Die Sammlung von Wünschen für eine demenzfreundliche Region Hildesheim brachte drei Themenbereiche ans Licht:

  • Eine Bildung von ‚Netzwerken und Versorgungssystemen‘ soll mehr Transparenz über Angebote schaffen und die Stadtteilarbeit auf kommunaler Ebene stärken. Der Bedarf an allgemeiner Beratung, aber auch Anlaufstellen für spezifische Zielgruppen, wie z. B. Migranten wird gesehen. Viele Professionelle aus der Pflege wünschen sich Unterstützung bei Problemfragestellungen.
  • Der Themenschwerpunkt ‚Öffentlichkeit und Wissen‘ meint die Schaffung eines Bewusstseins und einer Sensibilisierung der Allgemeinbevölkerung im Umgang mit Demenz.
  • Als drittes Thema wird die ‚Teilhabe Demenzerkrankter am Gemeindeleben‘  genannt. Viele Projektideen wurden zusammengetragen, wie u.a. die Entwicklung von Wohnkonzepten und Wohnprojekten mit Nachbarschaftshilfen, eine seniorenfreundliche Kennzeichnung von Lebensmitteln im Supermarkt, Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Raum, sowie offene Angebote für Demenzkranke und ihre Angehörigen, die nicht abgeschottet von der Allgemeinheit stattfinden.


In moderierten Gesprächsgruppen hatten sich an der HAWK Personen zusammengefunden, die jeweils andere Perspektiven auf Menschen mit Demenz mitbrachten. Dabei waren viele ehrenamtlich Tätige und Angehörige, Professionelle z.B. aus den Bereichen der Pflege und Therapie, Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Institutionen, sowie vereinzelt auch Betroffene.

 

Als Herausforderungen im Alltag wurden von Angehörigen ‚berufliche und familiäre Belastungsgrenzen und das moralische Dilemma, „nicht nein sagen zu dürfen“ genannt. Gesundheitsakteure brachten ‚Arbeitsbedingungen mit mangelnder Zeit‘ sowie  viele Unsicherheiten im Umgang mit Demenzkranken ins Gespräch. Die empfundenen Anforderungen im Alltag berühren häufig ethische Fragen. Auch die Aufgaben für und mit „Alleinlebenden Demenzkranken“ werden als zunehmende Anforderung betrachtet.

 

Konkrete Projekte sollen in den kommenden Monaten entwickelt und durchgeführt werden:

  • Infostand beim 23. Selbsthilfetag in der Fußgängerzone in Hildesheim am 8. Juni 2013 
  • Demenz im Krankenhaus
  • Schulungen für Polizei, Feuerwehr, Einzelhandel, Taxiunternehmen, Banken etc.
  • Vorträge in Vereinen und Einrichtungen

 

Zur Mitarbeit wird aufgerufen! Interessierte können sich beim Arbeitskreis melden,

Der Arbeitskreis „Demenzfreundliche Region Hildesheim“ ist offen für weitere Projektideen, die in Einrichtungen gewünscht sind. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

  • Das Projektteam „Demenzfreundliche Region Hildesheim“ besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Stadt und Landkreis Hildesheim, VHS, Mehrgenerationenhaus, Alzheimergesellschaft Hildesheim, HAWK, Diakonie Himmelsthür, LEB, KIBIS des Paritätischen und Lebenshilfe Harsum.
Erscheinungsdatum: 29.05.2013 

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