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"Der Umgang mit den Kreativen braucht Chaosfähigkeit"

HAWK-Präsidentin Dienel bestellt Hülya Israel und Bernward Horn zu Honorarprofessoren

HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel hat jetzt mit Hülya Israel und Bernward Horn zwei renommierte externe Dozenten der HAWK zu Honorarprofessoren bestellt. Die HAWK würdigt mit dieser Auszeichnung die herausragenden Leistungen der beiden Experten für die Lehre an der Fakultät Gestaltung.

Hülya Israel

Medienproduzentin Hülya Israel lehrt seit 2009 im Kompetenzfeld Digitale Medien. Sie  ist für die medialen Lehrangebote im Transfer von den künstlerisch-ästhetischen Strukturen zu Kunden, Auftraggebern, Agenturen und Vertriebswegen eine zentrale Kraft. Zudem eruiert und analysiert sie Tendenzen und deren Folgen, die sich für die digitalen Lehrangebote der Fakultät in Bezug auf einen sich sehr schnell verändernden und hoch flexibel reagierenden Markt ergeben, der sich bisweilen sehr asymmetrisch zu den Hochschulentwicklungen bewegt.

Israel hat 2011 das Multimediaprojekt „Alles wird gut“ von Lola Preisträger Niko von Glasow als ausführende Produzentin geleitet. Für Swiss Air produzierte sie einen Imagefilm mit Marc Foster,  dem James Bond-Regisseur. Zu Hülya Israels Kunden gehören die Firmen Nestle, Coca Cola, VW-Autostadt, Siemens AG, Autoscout, C&A, Bertelsmann, e-plus und Telecom, Diebels, Sixt, SONY Playstation, Porsche und andere. Sie betreut Quinox Germany e.V, , ist Projektleiterin für Contact & Cooperation in Gießen, einer Studentischen Unternehmensberatung, war Lehrbeauftragte der Hochschule für Film und Fernsehen München.

„Der Beruf des Produzenten dürfte ja nahezu der härteste in der ganzen Medienproduktion sein, der Umgang mit den Kreativen braucht Chaosfähigkeit und Frustrationsvermögen. Das Lenken ohne Domptieren, das Vermitteln ohne zerrieben zu werden. Der Umgang mit Geld, Gesetz und Markt und zugleich die Maxime, der Ästhetik und der Phantasie die wichtige Dominanz einzuräumen, ohne die Kunst mal nicht funktioniert, das sind die Aufgaben der Produzentin“, beschrieb Prof. Eckhard Westermeier in seiner Laudatio. Dem  künstlerischem Formungswillen die Bahn freizuschaufeln, die Gestalter durch juridische, psychologische und ästhetische Abgründe zu führen, ohne anschließend im Bankrott zu stehen, das sei der tägliche Tanz auf Messers Schneide im Beruf der Produzentin . Warum wolle Hülya Israel also in Hildesheim als Honorarprofessorin  in Medienproduktion arbeiten, habe er sie gefragt. Ihre Antwort: „Neugier.“

Bernward Horn

Bernward Horn vereint Ingenieurs- und Konstruktionswesen sowie Designkompetenz im Bereich Kunststofftechnik in einer Person. Er verfügt über weitreichende Kontakte in die Industrie, die er immer wieder zum Wohle der Studierenden nutzt. Horn übernimmt auch die materialtechnische Begleitung bei der Entwicklung innovativer LED-Leuchten, die derzeit im Kompetenzfeld Produktdesign gemeinsam mit der Industrie entwickelt werden. Einer der Meilensteine im Leben von Bernward Horn, so beschreibt Prof. Andreas Schulz in seiner Laudatio: „ Als 32jähriger wird er mit dem Aufbau und der Leitung des Bereiches Forschung und Entwicklung bei der Firma UVEX betraut, die als Hersteller von Helmen und Brillen für den Sportbereich bekannt ist. Als Meilenstein dieser  Zeit ist unter anderem der von BWH mit entwickelte erste Integralhelm aus Kohlefaser mit einem Gewicht von unter einem Kilo zu nennen. Oder der Integralhelm, der das Abnehmen des Helms nach Unfällen gefahrloser macht.“

„Wir sind nicht nur sehr stolz darauf, dass die Fakultät Gestaltung das erste Mal Honorarprofessoren in ihren Reihen aufnehmen darf, sondern auch darauf, dass es das erste Mal an der HAWK zwei auf einen Schlag sind“, freute sich Dekan Prof. Werner Sauer bei seiner Begrüßung. Hildesheims Bürgermeisterin Ruth Seefels hob hervor, dass die Stadt sehr stolz auf die HAWK mit ihrer breiten Palette an Studienangeboten und die Vielfalt der jungen Leute sei.

Feierstunde mit Musik, Installation und Ausstellung

HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel versäumte schließlich gerade an der Fakultät Gestaltung nicht, die Herkunft der Bestellungsurkunden für die Honorarprofessoren hervorzuheben und dem Künstler Grüße zu senden: Gottfried Pott, emeritierter und weltweit renommierter Professor für Kalligraphie an der Fakultät bis 2003, gestaltet bis heute die Urkunden – jede einzelne ein Unikat und wertvolles Kunstwerk. Präsidentin Dienel beglückwünschte die neuen Honorarprofessoren und gab ihnen mit den auf den Weg: „Setzen Sie ihre Arbeit auch in Zukunft erfolgreich fort, wachsen Sie hinein und werden Sie Teil des Kollegiums der HAWK.“

Die Band Timelab um HAWK-Professor Hans Lamb gab der Feierstunde den musikalischen Rahmen. Eine Videoinstallation und eine kleine Ausstellung mit Themen und Arbeiten aus den Bereichen der beiden Geehrten rundete die Veranstaltung ab. Mehr als 50 Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und Gäste waren zu Ehren der neuen Honorarprofessoren erschienen.

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Prof. Hülya Israel

 

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Erscheinungsdatum: 15.06.2013