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Bundesfamilienministerin Schröder überreicht Präsidentin Dienel das Zertifikat "berufundfamilie"

15 Jahre "audit berufundfamilie" - HAWK gehört zu den vier ersten Hochschulen Deutschlands

'Familienbewusste Arbeitgeber leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Rahmenbedingungen für Familien in unserer Gesellschaft weiter verbessern“, sagte Bundesfamilienministerin Schröder bei der Zertifikatsverleihung. 'Wir wollen für Mütter eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Karriere – und wir wollen mehr Väter, die sich neben ihrem Beruf auch Zeit für ihre Familie nehmen wollen. Eine familienbewusste Personalpolitik hat dabei eine besondere Bedeutung. Daher hat sich das Bundesfamilienministerium in diesem Jahr bereits zum vierten Mal zertifizieren lassen.'

 

Die HAWK hat das Zertifikat jetzt zum vierten Mal erhalten. HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel hat es von der Bundesfamilienministerin persönlich überreicht bekommen. Initiatorin Ingrid Haasper, die HAWK Gleichstellungsbeauftragte, und Hannah Brandenburg, die sich um den Familienservice an der HAWK kümmert, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

 

Das Thema 'Chancengerechtigkeit für Familien' ist aus familienpolitischer, aber auch aus wirtschaftspolitischer Sicht hoch aktuell. Bereits heute haben viele Unternehmen in Deutschland generell oder zumindest teilweise Probleme, passende Fachkräfte zu finden. Aufgrund niedriger Geburtenraten und der Alterung der Gesellschaft wird sich die Lage noch verschärfen. Damit kommt der Fachkräftesicherung durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine hohe Bedeutung zu', stellte Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer fest.

 

Die zertifizierten Arbeitgeber setzen auf einen strategischen Ausbau ihrer familienbewussten Aktivitäten. Und dieser wird nach Ansicht von Stefan Becker, Geschäftsführer der berufund-familie gGmbH, auch zukünftig wichtig sein: 'Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden unsere Arbeitswelt vor immer größere Herausforderungen stellen. Dazu zählt insbesondere die immer wichtiger werdende Aufgabe, Beruf und Pflege zu vereinbaren. Arbeitgeber, die dies strategisch angehen, bieten schon heute vorausschauend passgenaue Lösungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und belassen es nicht allein bei Informationsmaßnahmen. Gleichzeitig vernetzen sie sich in geeigneter Weise mit Akteuren auf kommunaler Ebene, die ihre Kompetenzen, ihr Wissen oder finanzielle Hilfen einbringen. Denn solche Aufgaben lassen sich nur gemeinsam mit anderen Partnern lösen.'

 

Zu den 304 Zertifikatsempfängern zählen 161 Unternehmen, 106 Institutionen und 37 Hochschulen. Zusammengenommen profitieren rund 542.800 Beschäftigte und etwa 423.400 Studierende von den familienbewussten Angeboten der heute Ausgezeichneten. Erstmals sind unter den Zertifikatsträgern zwei Arbeitgeber, die das alle drei Jahre wiederholbare audit zum fünften Mal durchlaufen haben. Sie setzen damit seit zwölf Jahren auf einen kontinuierlichen Ausbau der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Elf Arbeitgeber haben sich bereits zum vierten, 61 zum dritten und 119 zum zweiten Mal zertifizieren lassen. Seit seiner Einführung im Jahr 1998 haben bis heute 1.409 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit rund 2,16 Millionen Beschäftigten und 1,48 Millionen Studierenden das audit mindestens einmal durchlaufen. Während vor Jahren vor allem Fragen der Kinderbetreuung im Fokus standen, haben sich die familienbewussten Angebote inzwischen auf weitere familiäre Aspekte ausgeweitet. So rückt mittlerweile die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege stärker in den Mittelpunkt. Ein strategisch angelegter Prozess einer familienbewussten Personalpolitik, wie ihn das audit bietet, hilft Arbeitgebern, kooperative Lösungswege zu finden. Es gibt zudem essentielle Impulse zur Weiterentwicklung einer familienbewussten Unternehmenspolitik.

 

berufundfamilie gGmbH

 

Hintergrund:

Die Schirmherrschaft für das audit, das als strategisches Managementinstrument zur nachhaltigen Verbesserung einer familienbewussten Personalpolitik dient, tragen Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat 1998 die berufundfamilie gGmbH gegründet, die seitdem alle Aktivitäten der Stiftung im gleichnamigen Themenfeld bündelt. Die berufundfamilie gGmbH gilt heute bundesweit als herausragender Kompetenzträger in Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie ist der Ideen- und Impulsgeber in diesem Themenbereich und zentraler Akteur bei der Zertifizierung einer familienbewussten Personalpolitik. Das Bundesfamilienministerium fördert das audit berufundfamilie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfehlen das audit. Die berufundfamilie gGmbH besitzt die europaweiten Markenrechte am audit. Sie entscheidet über die Vergabe der audit-Zertifikate. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Seit 2002 wird das audit auch Hochschulen als 'audit familiengerechte hochschule' angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erhalten die Arbeitgeber das 'Zertifikat zum audit berufundfamilie'. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie gGmbH überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf das Unternehmen das 'Zertifikat zum audit berufundfamilie' unverändert weiterführen.

Erscheinungsdatum: 28.06.2013 

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