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In die Röhre geschaut

HAWK-Studierende der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit entwerfen Marketingkampagne für den DRK Kreisverband Hildesheim

HAWK-Radio hat Stimmen eingefangen:

Seniorenarbeit, DRK-Shop und Katastrophenschutz: Was wäre, wenn es all das nicht mehr gäbe?


Dieses Szenario war der Ausgangspunkt für eine Imagekampagne, die HAWK-Studierende in einem Marketingkurs an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit als Projektarbeit entwickelt haben.

 

In einer Abschlussveranstaltung des Kurses präsentierten die Studierenden jetzt zusammen mit ihrem Dozenten Dr. Andreas W. Hohmann, Gastdozent für Marketing, die Ergebnisse in den Räumen des DRK Hildesheim. Gezeigt wurden den Rot-Kreuz-Mitarbeitern Plakatentwürfe und sogar ein kleiner Imagefilm. Die Plakate hängen mittlerweile auch in 14 regionalen und überregionalen Bussen der Stadtwerke Hildesheim.

 

„Hildesheim ohne“ prangte in großen Buchstaben auf den großformatigen Entwürfen: Wenn es kein DRK mehr gäbe, würden viele soziale Dienstleistungen wegfallen und die gut angenommenen Angebote wie zum Beispiel der organisierte Seniorentreff nicht mehr stattfinden können. Auf einem Plakat schauen die Senior/inn/en buchstäblich „in die Röhre“ eines Fernsehers.

 

„Unser Problem ist, dass die Mitgliederzahlen zurückgehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat das Rote Kreuz sehr handfest geholfen, das war den jetzt Älteren immer noch bewusst. Allerdings fehlt das Bewusstsein der nachrückenden, jüngeren Generation“, sagte Ursula Fröhner, Öffentlichkeitsbeauftragte des DRK Hildesheim.

 

Genau diese Ausgangssituation nutzte  Dr. Andreas W. Hohmann für seine Studierenden, um Marketing am Praxisbeispiel üben zu können. „All diese Alltäglichkeiten des DRK – die leben zwar von Ehrenamtlichkeit, aber man braucht auch Spender/innen und man braucht eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Bereiche. Das war die Aufgabe“, fasst er zusammen. Er sei hochzufrieden mit den Ergebnissen, betont er. Ihm hätten alle Entwürfe gut gefallen, die „Message“ sei ‚rübergekommen‘. Hohmann habe auch selbst dazugelernt, dass Katastrophenschutz zum Beispiel keine Staats-, sondern eine Spendenaufgabe sei.

 

Auf einem anderen großformatigen Plakatbeispiel sitzen zwei junge Mädchen mit einem leeren Suppentopf zwischen Erdhügeln, die Landschaft erinnert an ein Kriegsgebiet. Auf die Motividee seien die Studierenden in der Gruppe gekommen, sagte Dunniya Gulam, die Soziale Arbeit an der HAWK studiert. „Es sollte dramatisch wirken, daher haben wir auf dem Baugelände die ideale Fotokulisse gefunden“, sagte sie. “Das Fotoshooting war eine tolle Erfahrung – aber auch ziemlich anstrengend. So etwas habe ich vorher noch nie gemacht, und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis.“

 

Professionelles  Know-how für die Aufnahmen brachte Sabine Mischke, Studierende im 1. Semester und Quereinsteigerin mit. Sie ist im ersten Beruf Fotografin und koordinierte ein wenig die Aufnahmen. Sie fand vor allem die Fotosession für das Motiv „Seniorentreff“ sehr gut: „Ich habe mich irre gefreut, dass auch die Senior/inn/en mitgemacht haben. Das Shooting haben wir bei uns in einem Hörsaal in der Fakultät durchgeführt – da haben wir eine Menge Spaß gehabt.

 

Wir haben durchweg authentisch gearbeitet: Die Gruppe der Senior/inn/en ist tatsächlich aus dem Treff gewesen.“  Auch fand sie die gesamte Arbeit mit der Studierendengruppe und auch des DRK sehr wertgeschätzt  und die Rolle ihres Marketingdozenten Hohmann für das gute Ergebnis unabdingbar: “Er hat uns inspirierend begleitet, Freiraum gelassen aber auch immer wieder gelenkt. Ohne ihn wäre das so nicht zustande gekommen.“

 

Musik und Jingle-Film des Kampagnenentwurfs kamen von Bastian Windszus.  Die Idee dahinter ist, erklärte er, den Trailer im Vorprogramm im Kino zu zeigen, aber auch auf der Homepage der HAWK und anderen studentischen Hochschulkinoprojekten. Auch Windszus war mit der Arbeit im Team sehr zufrieden: „Es gab kein großes Heckmeck mit Aufgabenverteilung, sondern wir haben uns alle gegenseitig gut geholfen. Es war großartig für uns, mit den neuen Medien und Visualisierung arbeiten zu können.“

 

Ursula Fröhner vom DRK zeigte sich zum Ende der Präsentation von den Entwürfen begeistert: „Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen: Die Bilder sind ansprechend und die Studierenden haben dies mit großer Motivation und großem Engagement umgesetzt,“ sagte sie.

 

Und auch Hohmann lobte abschließend die Projektergebnisse: „Die Dynamik der Studierenden war phänomenal: von der Fotografie, der Bildgestaltung, der Musik bis zum Bildschnitt  und das alles in der sehr kurzen Zeit – da kann manche Werbeagentur nicht mithalten.“

 

DRK Kreisverband Hildesheim
Dr. Andreas W. Hohmann

Erscheinungsdatum: 13.08.2013 

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