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"Abschlüsse kommen zu einem perfekten Zeitpunkt"

Urkunden für 100 Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Die Fakultät Naturwissenschaften und Technik der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen hat jetzt 100 junge Menschen mit Bachelor- und Masterabschlüssen ins Berufsleben verabschiedet. Rednerinnen und Redner rückten die vielen ausgezeichneten Arbeiten, die wichtige Aufgabe der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung, die sehr guten Berufsaussichten, aber auch die Politik in den Fokus ihrer Vorträge.

 

Professor Dr. Ralf Hadeler, Dekan der Fakultät N, begrüßte die Absolventinnen und Absolventen, deren Familienangehörigen, Professorinnen und Professoren sowie Gastrednerinnen und Gastredner und moderierte durch den Nachmittag. Professor Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident der HAWK und Leiter des Fraunhofer Anwendungszentrums, das derzeit auf dem Gelände der Terrassen errichtet wird, unterstrich die fruchtbare Kooperation mit der Universität Göttingen bei vielen Forschungsthemen und ergänzte: „In zahlreichen Kategorien nimmt die Fakultät Naturwissenschaften und Technik der HAWK in Niedersachen eine Spitzenreiter-Position ein.“ Mit einem amüsanten Kurzvideo der „Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.“ brachte Viöl die Philosophie der HAWK auf den Punkt: bei technischen Innovationen nicht zweifeln oder „Nein“ sagen, sondern „GehtDoch!“

 

Prof. Dr. Ruth Florack, seit Oktober Vizepräsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, freute sich als Geisteswissenschaftlerin und in ihrer Zuständigkeit für Studium und Lehre, die Ingenieur-Wissenschaften so hautnah kennen lernen zu können. Die HAWK nähme eine wichtige Rolle beim Spagat zwischen Theorie und Praxis ein.

 

Als Vorsitzender des Fördervereins der HAWK rückte Professor Dr. Gerd Litfin die positive Berufseinstellung in den Vordergrund. „Menschen reden über ihre Arbeit oft negativ – bei Naturwissenschaftlern und Ingenieuren ist das nicht so.“ Die Themen, mit denen sich junge Ingenieurinnen und Ingenieure der HAWK befassen, besäßen eine hohe gesellschaftliche Relevanz und beträfen alle Lebensbereiche der Menschen. Da diese Themen Veränderungen in der Welt auslösten, trügen Ingenieurinnen und Ingenieure zugleich eine hohe Verantwortung. „Ihr Abschluss gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist perfekt, denn der Fachkräftemangel ist nach wie vor hoch und der Status der Ingenieurinnen und Ingenieure hat sich gegenüber früher deutlich verbessert“, gab Litfin den jungen Menschen mit auf den Weg.

 

Anschließend referierte Gabriele Andretta auf Einladung des Dekanats. Die Niedersächsische Landtagsabgeordnete erinnerte an die Anfänge der Fachhochschulen, die 1964 mit einem Pakt gegen „Bildungsnotstand gleich Wirtschaftsnotstand!“ begannen. Mit Einführung des BAföGs sei auch Arbeiterkindern der Zugang zu akademischen Berufen möglich geworden. Andretta bescheinigte der Fachhochschule HAWK ihre „Katalysatorfunktion für den Technologietransfer“. Fachhochschulen seinen dringend notwendig, weil sie dem Fachkräftemangel begegnen würden. Hier sei die Politik gefordert: „Gesetzliche Regelungen und finanzielle Mittel haben nicht mit der Entwicklung der Fachhochschulen Schritt gehalten. Es ist an der Zeit, die strukturelle Benachteiligung der Fachhochschulen zu beenden.“ Dazu gehöre, die außerordentlich hohe Belastung der Fachhochschulen durch hohe Lehrverpflichtungen, der fehlende wissenschaftliche Mittelbau, der schwierige Zugang zu Forschungsmitteln und die fehlende Möglichkeit, eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden.

 

Nach den Vorträgen brachten die Absolventinnen und Absolventen gruppenweise mit ihren Professorinnen und Professoren das Thema ihrer jeweiligen Abschlussarbeit in kurzen Sätzen auf den Punkt. Hervorgehoben und mit Buchpreisen belohnt wurden besonders ausgezeichnete Arbeiten, die sich zwischen den Noten 1,1 und 1,4 bewegten: Marcel Brettmacher, Jens Feldmann, Jonas Kaltenhäuser (Bachelor), Nils Benstem, Dominik Siebert, Rainer Preuß, Jörn Heine (Master)

 

Musikalisch eingerahmt wurde die Feier durch HAWK Professor Jens Kirchhoff mit Solowerken auf der Violine.

Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Erscheinungsdatum: 25.11.2013 

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