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GWG-Chefin Haufe übergibt Schlüssel für Forschungsneubau an HAWK-Vizepräsident Viöl

Fraunhofer Anwendungszentrum für Plasma und Photonik zieht in die Räume gegenüber der Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Der 1500 Quadratmeter große und drei Stockwerke umfassende Forschungsneubau auf den Zietenterrassen in Göttingen ist planmäßig fertig geworden. Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), hat heute offiziell den Schlüssel an HAWK-Vizepräsident Prof. apl. Prof. Dr. Wolfgang Viöl übergeben. „Mit dem Forschungsbau erhält Göttingen einen weiteren wichtigen Baustein für anwendungsorientierte Forschung, der ab heute mit Leben erfüllt wird. Die GWG ist den Partnern und allen Beteiligten an dem in Rekordzeit fertiggestellten Gebäude zu größtem Dank verpflichtet“, betont Ursula Haufe.

 

In den neuen Laboren wird künftig vom Fraunhofer Anwendungszentrum für Plasma und Photonik  des Fraunhofer IST (Institut für Schicht- und Oberflächentechnik) und der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik für und mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft geforscht. Im Zuge des Gesamtvorhabens werden  neue Arbeitsplätze geschaffen, derzeit arbeiten bereits 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Anwendungszentrum. „Wir freuen uns sehr, mit dem Einzug in das neue Gebäude die Forschungs- und Entwicklungsarbeit weiter ausbauen zu können“, sagt HAWK-Vizepräsident Viöl, „Unser Team erarbeitet mit den Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft neue Anwendungen von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt.“

 

Das Fraunhofer Anwendungszentrum hat allein im Jahr 2013 schon Forschungsgelder in Höhe von 1,14 Millionen Euro von Firmen und öffentlichen Geldgebern eingeworben. Zehn Forschungsaufträge aus der Industrie und sieben aus dem Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) wurden 2013 bearbeitet. Gegründet wurde das Anwendungszentrum Mitte 2012. Es war deutschlandweit die zweite Einrichtung dieser Art, die aus Kooperationen von Fraunhofer-Instituten und forschungsstarken Fachhochschulen entstanden ist.

 

Die langjährige Kooperation zwischen der Fakultät N, an der die Laser- und Plasmaforschung überregional beachteten Erfolge feiern kann, und dem Braunschweiger Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) wurde mit dem Anwendungszentrum auf ein neues Level gebracht.

 

Gemeinsam wird in Zukunft weitergeforscht, wobei das Anwendungszentrum als Ansprechpartner für Unternehmen und Institutionen auf die praktische Anwendung der neuen Technologien fokussiert ist. Beispielsweise wird im APP derzeit untersucht, wie man mit Plasmatechnik gefährlichen Krankenhauskeimen „auf den Leib rücken“ kann, wie Kupferbeschichtungen auf Papier möglich werden und welche neuen Möglichkeiten bislang unbekannte Kombinationen wie die Laser-Plasma-Hybridtechnologie für Industrie und Produktion bieten.

 

Mit der Inbetriebnahme des Fraunhofer APP  bekommt Göttingen  einen weiteren festen Anlaufpunkt für Forschung und Industrie, neben den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft, der  Helmholtz Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft. HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Ich bin sehr froh, dass wir als eine der ersten Fachhochschulen in Deutschland ein Fraunhofer-Anwendungszentrum aufbauen. Dadurch zeigen wir Flagge in der Forschungslandschaft und können noch besser als bisher unsere guten Ideen in wirtschaftsnahe Innovation und Wachstum übersetzen."

 

Möglich gemacht haben den Forschungsbau auf dem ehemaligen Exerzierplatz die Stadt Göttingen und die GWG. Die GWG errichtete das neue Gebäude, das Grundstück hatte die Stadt Göttingen der GWG zuvor als sogenannte Sacheinlage übertragen. Das Projekt hat ein Finanzvolumen von  3,75 Millionen Euro. 


 

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG)


HAWK Fakultät Naturwissenschaften und Technik - Plasmatechnologie

Erscheinungsdatum: 14.02.2014 

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