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HAWK-Präsidentin Dienel von Ministerpräsident Weil in den Demografiebeirat berufen

Gremium erarbeitet Lösungsvorschläge und identifiziert Best-Practice-Beispiele für Niedersachsen

Ministerpräsident Stephan Weil hat heute in Hannover die 35 Mitglieder des Demografiebeirates der Landesregierung, des „Zukunftsforums Niedersachsen“, ernannt. Die berufenen Expertinnen und Experten kommen aus Wissenschaft und Wirtschaft, von Kirchen und Religionsgruppen, Sozial-, Frauen und Jugendverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden sowie weiteren Bereichen. Als Expertin und Vertreterin einer Hochschule ist auch HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel in den Beirat berufen worden.

 

Dienel ist nicht nur selbst Demografie-Expertin, sondern vertritt mit der HAWK auch eine Hochschule, deren Standort Holzminden in einer Region liegt, die jetzt schon die Folgen des demografischen Wandels zu spüren bekommt. Im Dezember vergangenen Jahres hat die HAWK zudem gemeinsam mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe das erste Länder übergreifende „Zukunftszentrum Holzminden-Höxter“ gegründet. Die Grundidee des Zukunftszentrums ist, Regionalforschung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sowie regionaler und lokaler Entwicklungsprozesse in Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu betreiben und so Potenziale der Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung zu identifizieren und realisieren. Erfahrungen und Ergebnisse aus dieser Forschung kann die HAWK-Präsidentin nun auch in den Demografiebeirat der Landesregierung einbringen.

 

Im Anschluss an die konstituierende Sitzung sagte Ministerpräsident Weil vor der Presse, das Land habe kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Handlungsdefizit. Es  gebe eine Vielzahl von Untersuchungen, Daten und Analysen, die sinnvoll und notwendig seien. Der Demografiebeirat aber habe die Aufgabe, ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln beziehungsweise Best-Practice-Beispiele hervorzuheben. Der Beirat solle die Landesregierung intensiv beraten. „Wir haben nicht zu viele ältere, sondern zu wenig jüngere Menschen“, sagte Weil. Deshalb gehörten auch Familienfreundlichkeit und Bildung in die Themengebiete des Beirates. Regionalisierte Strukturpolitik, Mobilität und ein gutes Pflegesystem seien weitere Bereiche, um die sich der Beirat kümmern werde.

 

Den Vorsitz des Demografiebeirates übernimmt der 1. Regionsrat und Raumordnungspraktiker, Prof. Dr. Axel Priebs. „Die vielfältige Zusammensetzung ist unser Programm“, hob Priebs hervor, „wir werden gute Konzepte zusammentragen und dabei nicht vergessen, dass kein Raum wie der andere ist.“ Im ersten Jahr werde sich der Beirat den Themen Bildung und Mobilität widmen. Gesundheit, Pflege, medizinische Versorgung, Waren- und Dienstleistungsversorgung, Integration und die Rolle von Klein- und Mittelstädten als Leistungsträger seien weitere Arbeitsfelder.  Die Geschäftsstelle des Demografiebeirat leitet Staatssekretärin Birgit Honé, die ankündigte, schon in diesem Jahr erste Modellprojekte vorzustellen.

 

Alle Akteure und Akteurinnen seien sich darin einig, dass keine neuen Grundsatzpapiere, sondern Lösungsvorschläge erarbeitet werden sollen, betonte Weil. Beispiele seien eine rollende Arztpraxis aus dem Raum Wolfenbüttel oder der Bürgerbus als kleines, flexibles Beförderungsmittel. Im Anschluss an die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums eröffnete Weil den Demografiekongress der Landesregierung unter der Titel „Niedersachsen 2030 – Zukunft gemeinsam erleben“, den eine Ausstellung mit Praxisbeispielen einrahmte.

Prof. Dr. Christiane Dienel
Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH)


Zukunftsforum Niedersachsen
Staatssekretärin Birgit Honé
Prof. Dr. Axel Priebs

Erscheinungsdatum: 17.02.2014 

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