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Die große Sanierung vom Welterbe St. Michael in Hildesheim

Hornemann Kolleg 4: Vortrag von Dipl. Ing. Jürgen Götz am 19. Mai 2014

Die Michaeliskirche in Hildesheim, seit 1985 in der Weltkulturerbeliste der UNESCO eingetragen, erlebte 2005 bis 2013 umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen.

Zu den Arbeiten im Inneren gehörten die restauratorischen Maßnahmen an der nördlichen Engelchorschranke (aus der Mitte des 13. Jahrhundert stammend), an den acht Seligpreisungen auf der Südseite der südlichen Arkadenwand (aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts) und an der bemalten Holzbalkendecke mit dem Jessebaum von 1250. Die äußeren Fassaden des Mittelschiffs und beider Seitenschiffe wurden einschließlich ihrer Eindeckungen sowie die Querhäuser mit den Apsiden im Osten und Westen instandgesetzt.

Der Vortrag "Denkmalpflegerische, konstruktive und funktionale Entscheidungen bei der großen Sanierung von St. Michaelis" gibt einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und Maßnahmen während der Instandsetzung und erläutert die Rolle der mitwirkendenden Gremien wie ICOMOS und Landesdenkmalamt aus der Sicht des Bauleiters, der seit Mai 2007 die Instandsetzung von St. Michael im Auftrag der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers leitete.

Unter anderem geht es auch um die Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes zur Früherkennung von Schäden, um die Absenkung des Fußbodens auf das originale Niveau von 1022, um die in situ Versuche zur Ermittlung der Tragfähigkeit dreier Säulen von 1015 und 1186 und um die Lösung der Wasserprobleme im Baugrund, die maßgebend für die Standsicherheit der Kirche sind.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Hildesheimer Themenjahres.

Zum Vortrag mit anschließendem Gespräch und Umtrunk laden am 19. Mai 2014, um 18.30 Uhr, das Hornemann Institut und die Fachschaft Fakultät [b] ganz herzlich in die Alte Bibliothek, Brühl 20, in Hildesheim ein.

Erscheinungsdatum: 12.05.2014