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"Irgendetwas mit Bildung - Bildung so weit wie möglich"

Fakultäts-Lotsin Soziale Arbeit: Araththy Logeswaran gab Hip-Hop-Kurse

„Ich möchte angehenden Studierenden helfen, eine ehrliche Entscheidung zu treffen“, erzählt Araththy Logeswaran über ihre Motivation als Lotsin für ihren Studiengang Soziale Arbeit in Holzminden einzutreten. Ihr Weg führte sie durch Zufall an die HAWK  in die Weserstadt. „Ich hatte mich unter anderem für Hildesheim beworben, aber auch weitere Standorte angekreuzt.“ Der Brief, der sie zu Hause in Bakum, einem Dorf in der Nähe von Vechta erreichte, war die Zusage für eine fremde Stadt. Das Fach allerdings hatte für sie schon länger festgestanden.

 

Praktikum in der Zahnmedizin

In der Realschule hatte sie als Achtklässlerin auf Anraten ihrer Eltern ein Praktikum in der Zahnmedizin absolviert. „Da ist man ja noch sehr jung“, lacht die heute 22-Jährige. Diese Richtung jedenfalls hat sie nicht weiter verfolgt, denn nach dem Schulabschluss steht für sie trotz noch sehr vager Vorstellungen fest:  Es sollte etwas mit Bildung sein - Bildung so weit wie möglich.

 

Hip-Hop-Kurse im Jugendzentrum

In ihrer Freizeit gab sie ehrenamtlich Hip-Hop-Kurse für Kinder im Jugendzentrum in Vechta. Weil ihr der soziale Bereich zusagte, meldete sie sich schließlich am Fachgymnasium für Sozialpädagogik in Vechta an, sechs Kilometer von ihrem Heimatdorf Bakum entfernt. In  ihrer  praktischen Phase der 12. Klasse arbeitete sie im Familien- und Kinderservicebüro in Bakum. Die Verantwortlichen boten ihr im Anschluss die Chance, ein Jahr zu verlängern und im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) maßgebliche Verantwortung zu übernehmen. „Mit meinem Studienwunsch Soziale Arbeit konnten meine Eltern zunächst gar nichts anfangen. Sie kommen gebürtig aus Sri Lanka, dort gibt es so etwas nicht“, erinnert sich Logeswaran, „aber Bildung wurde bei uns Zuhause groß geschrieben.“ Die Unterstützung für ihre Wünsche war ihr sicher. Sie schrieb sich ein.

 

Allein im neuen Zimmer

Die Eltern brachten sie schließlich an einem Sonntag im Herbst vor anderthalb Jahren nach Holzminden. „Sie fuhren ab und ich saß allein in meinem neuen Zimmer in einer Vierer-Wohngemeinschaft“, erzählt sie von der ersten Woche als Studentin.

 

Einführungstage nehmen Ängste

 „Die Einführungstage haben mir sehr geholfen, weil sie mir Vorurteile und Ängste nahmen. Die höheren Semester konnte man alles fragen: Gibt es im Vorlesungsraum drei Stunden nur Input, wie sieht das Studium konkret aus, was kommt auf mich zu? Außerdem fand ich schnell Kontakt zu anderen Studierenden.“

 

"Wir können uns einbringen"

Die HAWK sei so angenehm klein und familiär, lobt sie. „Hier gehen die Studierenden nicht unter, sind nicht auf sich allein gestellt. Wir können uns einbringen, den Studiengang mitgestalten. Die Lehrenden sind motiviert, ihnen ist es nicht egal, ob wir es schaffen oder nicht.“

 

Freizeit selbst in die Hand nehmen

Holzminden an sich biete den Studierenden nicht so wahnsinnig viel an Ausgehmöglichkeiten, daher nehmen sie das Freizeitangebot einfach selbst in die Hand: Hochschulsport in der Vorlesungszeit, Kreativangebote, Partys - außerdem gibt es bald das langersehnte Kino. „Holzminden ist eine Erfahrung wert. Hier kann man sich gut einbringen“, schwärmt sie.

 

Bachelorstudiengang Soziale Arbeit


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Steckbrief Fakultäts-Lotsin
Soziale Arbeit

Araththy Logeswaran
22 Jahre alt

„Irgendetwas mit Bildung – Bildung so weit wie möglich“

  • Schule: Justus von Liebig Schule in Vechta – Fachgymnasium Sozialpädagogik
  • Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Familien- und Kinderservicebüro Bakum
Erscheinungsdatum: 23.05.2014 

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