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Welche Rolle Geschlecht im Alltag von Organisationen spielt, hat die sozialwissenschaftliche Organisationstheorie und –forschung lange Zeit nicht beachtet, denn im Grundverständnis moderner Organisationen sind formale Abläufe und die Erfüllung von verschiedenen Funktionen und besonderen Anforderungen unabhängig von individuellen Merkmalen (Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit etc.) ihrer Mitglieder. Frauen- und Geschlechterforschung bzw. feministische Forschung haben die Bedeutung von Geschlecht als integralen Bestandteil bei der Gestaltung und im Ablauf von Organisationen dargelegt.
Seit Anfang der 1980er Jahre stellt die Debatte um neue, flexiblere Organisations-, Management- und Hierarchiekonzepte den universellen Geltungsanspruch des traditionellen hierarchischen Organisationsmodells der Unternehmensführung in Frage. Die Diskussion von Konzepten des Lean Management, des Total Quality Management, und der Lernenden Organisation hat auch Verwaltungen und soziale Organisationen erreicht. Mit der Zielrichtung „Wettbewerbsfähig-Sein“ rückt die „Ressource Mensch“ und damit der Aspekt Geschlecht verstärkt ins Blickfeld. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Organisationen Gleichstellungs- und Förderungsprogramme (z. B. Frauenförderung, Gleichstellungspolitik, Mentoring) oder Managementkonzepte und –philosophien (z. B. Total Quality Management, Managing Diversity) haben, die eine Thematisierung von Geschlecht beinhalten (Total E-Quality Management, Gender Mainstreaming, Geschlechterdemokratie).
Der Zusammenhang, wie Organisationen zur Gestaltung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen beitragen, wird jedoch selten außerhalb einer auf Individuen gerichteten Sicht reflektiert. Hier zeigt sich verstärkter Forschungsbedarf, auch im Hinblick darauf, ob Geschlechterprogramme als institutionalisierte Praktiken in Organisationen bestehende asymmetrische Geschlechterverhältnisse in Organisationen stabilisieren oder sie zersetzen und welchen Beitrag sie dazu leisten, dass Geschlecht den Frauen in den Organisationen zugeschrieben wird.
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"Professionelle Identitätsbildung in der Sozialen Arbeit - Veränderungen und Herausforderungen durch Umstrukturierungen (Modernisierungen) in ausgewählten Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit am Beispiel der Einführung des persönlichen Budgets" |
Prof. Dr. Christa Paulini HAWK, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit |
| "Zukunftsorientierte Neue Steuerung der Jugendhilfe in der Stadt Hildesheim, Planungskonzept Sozialraumorientierte Jugendhilfe". Planungsprozesse und Umsetzungsphase. 2006-2009 | Prof. Dr. Christa Paulini HAWK, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit |
Abgeschlossene Forschungsprojekte:
| "Karriereprofile und Verbleibsanalysen von Absolventinnen des Fachsbereichs Forstwirtschaft und Umweltmanagement der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen" | Prof. Dr. Nareyah Rastin Fachhochschule HI/ HOL/ GÖ Fakultät Ressourcenmanagement Sigrid Schmaltz Fachhochschule HI/ HOL/ GÖ Fakultät Ressourcenmanagement |
| "Organisation Kultur Geschlecht. Eine empirische Untersuchung zur (geschlechts-)Sensibilität in und von Organisationen." |
Dr. Marion Franke Dr. Inge Simöl |
| "Evaluation der Mentoringprojekte an niedersächsischen Hochschulen." | Dr. Astrid Franzke Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter (LNHF) ZIF Hildesheim |
| "Teilzeit im Management. Firewalls für den Aufstieg von Frauen ins Top-Management?" | Dr. Marion Franke Universität Hildesheim Inst. für Sozialpädagogik |
| "Mentoringprogramme für Frauen an niedersächsischen Hochschulen - Institutionelle Potentiale und Veränderungen." | Dr. Astrid Franzke Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter (LNHF) ZIF Hildesheim |
| Dreibändiges Publikationsprojekt: Forschungsergebnisse der Gastprofessuren im Maria-Goeppert-Mayer-Programm für internationale Frauen- und Genderforschung in Niedersachsen 2001-2006: Teilband 1: Naturbilder und Lebensgrundlagen - Konstruktionen von Geschlecht Teilband 2: Transformationen von Geschlechterordnungen in Wissenschaft und anderen sozialen Institutionen Teilband 3: Geschlechterdiskurse zwischen Fiktion und Faktizität |
Dr. Waltraud Ernst |
Publikationen
Monographien und Sammelbände
Beiträge zu Sammelbänden
Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
Forschungsberichte und Dokumentationen