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Soziale Arbeit
und Gesundheit

Aktuelles

Treffen der Online-Beraterinnen und Online-Berater

Am 14.07.2015 fand ein erneutes Treffen der Online-Beraterinnen und Berater der im Rahmen des Forschungsprojektes SooBa entwickelten Beratungsplattform www.senioren-beratungsnetz-hildesheim.de an der HAWK statt

Zehn Online-Beraterinnen und Berater aus Stadt und Landkreis Hildesheim folgten der Einladung des SooBa-Teams an die HAWK, um sich über Aktuelles zu informieren und sich über die Zukunft des Beratungsnetzes auszutauschen. Das SooBa-Forschungsteam informierte über die Verhandlungen zur Übernahme des Senioren-Beratungsnetzes durch einen neuen Träger. So wurde vom Nachhaltigkeitstreffen im April und vom Gespräch mit dem Landkreis berichtet. Die Rückmeldungen zum Projekt sind positiv, aber eine Finanzierung und Fortsetzung der Arbeit mit dem Senioren-Beratungsnetz ist von politischen Entscheidungen und der Gewährung beantragter Forschungsmittel abhängig. Zurzeit ist die Übernahme noch ungeklärt. Das Forschungsprojekt wird Dank einer beantragten kostenneutralen Verlängerung beim Forschungsträger BMBF bis Ende Oktober 2015 weiterlaufen.

Nach einem Einblick in die Nutzungszahlen der Beratungsplattform, einem Überblick über die erfolgten Schnuppernachmittage und die Präsentation eines kurzen Ausschnittes aus einem Nutzerinterview, wurden Ergebnisse einer Studie von Wenzel (Wenzel 2015) näher beleuchtet. Diese entsprechen in großen Teilen den Erfahrungen des Forschungsprojektes und machen deutlich, dass das Angebot aufgrund seines Online-Beratungsangebotes einen hohen Innovationsgrad für die Zielgruppe besitzt. Dank seines strukturierten Informationsangebotes und der Möglichkeit der Vernetzung der Beratungsformate wie auch der Berater/innen untereinander, dient es der Niedrigschwelligkeit von Beratung und damit der Prävention von „unbeantworteten“ Problemlagen, die zur Chronifizierung führen können.

Das Senioren-Beratungsnetz kann nur durch die Arbeit der Online-Berater/innen weiter bestehen. Die bisherige Kooperationsbereitschaft und Vernetzung der Online-Berater/innen wurde wertgeschätzt und in ihrem Umfang deutlich gemacht. Von Seiten des Forschungsprojektes wird die nachhaltige Überführung des Netzes in bestehende Strukturen, die Stärkung der Vernetzung der Online-Berater/innen untereinander und bei Fortbestand der Beratungsplattform die weitere Professionalisierung der Berater/innen durch Online-Beratungs-Weiterbildung mit abschließendem Zertifikat vorangetrieben. Es besteht der Wunsch einer Fortsetzung der guten und engagierten Zusammenarbeit mit den Hildesheimer Pionierinnen und Pionieren der Online-Beratung.

Bei einer möglichen Übernahme des Senioren-Beratungsnetzes ist es sehr wichtig zu wissen, mit welchen Wünschen und unter welchen Bedingungen die jetzigen Online-Berater/innen ihre Online-Beratungstätigkeit für das Senioren-Beratungsnetz Hildesheim fortsetzen würden. Dieser Frage wurde in einem anschließenden Gespräch nachgegangen, welches die grundsätzliche Wichtigkeit des Erhalts der Plattform als zukunftsträchtiges Beratungsformat verdeutlichte und auch zu realisierende Veränderungswünsche hinsichtlich einer Steigerung der Nutzungsfreundlichkeit auf Seiten der älteren Menschen wie auch auf Seiten der Berater/innen hervorbrachte. Besonderes Augenmerk lag auf der Ermöglichung eines Internetzuganges für Menschen, die noch keinen Zugang zum Internet haben. Alle anwesenden Berater/innen bringen eine Bereitschaft zur Fortsetzung ihrer Online-Beratungstätigkeit mit und werden diese in den kommenden zwei Wochen mit ihren jeweiligen Arbeitgebern abklären.

Die Veranstaltung schließt mit dem Ausblick auf die SooBa- Abschlusstagung am 10. November 2015 und dem herzlichen Dank für die immer wieder sehr konstruktive Zusammenarbeit.

Literatur
Wenzel, J. (2015). "Mythos Unmittelbarkeit im Face-to-Face-Kontakt-Weiterentwicklung von Beratung und Therapie durch gezielte methodische Nutzung der Medien." e-beratungsjournal.net 11(5): 36