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Soziale Arbeit
und Gesundheit

Alumni-Berichte

Logopädie studieren-in Hildesheim und Graz

„An meiner neuen Berufstätigkeit mag ich besonders die Abwechslung, dass ich sowohl weiter als Logopädin als auch in Forschung und Lehre arbeiten kann“, resümiert Birte Meier nach Abschluss ihres Masters in Logopädie

Absolventinnenbericht Birte Meier

Ausbildung und 1. Studienabschnitt
Für die Logopädie entschieden habe ich mich während eines Schulpraktikums in der 10. Klasse. Dort habe ich in einem interdisziplinären Therapiezentrum hospitiert und die Logopädie hat mir spontan gefallen. Insbesondere die Kombination aus Sprache, Medizin und Pädagogik fand ich spannend. In der 13. Klasse habe ich mich daraufhin bei einigen staatlichen Schulen beworben und hatte Glück, in Göttingen angenommen zu werden. Die Schule für Logopädie in Göttingen hatte zu der Zeit seit zwei Jahren eine Kooperation mit der HAWK Hildesheim. Uns wurde also kurz nach Beginn der Ausbildung die Frage gestellt, ob wir auch an Blockwochen an der HAWK teilnehmen wollten. Da ich es interessant fand, die Logopädie mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, habe ich mich für die Teilnahme an der Kooperation entschieden. Außerdem konnte ich mir schon vorstellen, evtl. nach der Ausbildung noch einmal studieren zu gehen, es war allerdings kein fester Plan. Die Module an der Hochschule während des 1. Studienabschnitts fand ich sehr bereichernd, insbesondere war es für mich interessant, auch die anderen Berufsgruppen näher kennen zu lernen.
 

Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung habe ich mich dann jedoch ganz bewusst gegen ein sofortiges Studium entschieden. Ich wollte erste einmal Praxiserfahrung sammeln und „wissen, was ich da überhaupt für einen Beruf gelernt habe“. Also habe ich fast vier Jahre in einer logopädischen Praxis gearbeitet. Während der Arbeit, die mir sehr gefallen hat, ist mir jedoch immer wieder aufgefallen, dass ich mir mehr Wissen wünsche. Ich habe zwar mehrmals im Jahr Fortbildungen besucht, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass mir das noch nicht so richtig reicht. Mir wurde im Laufe der Zeit immer bewusster, dass ich gerne Logopädin bin und auch bleiben möchte, mich aber in diesem Bereich noch umfassender weiterbilden will. Deswegen habe ich mich irgendwann dazu entschieden, den 2. Studienabschnitt des B.Sc. Logopädie in Hildesheim zu beginnen.
 

2. Studienabschnitt
Durch das Studium hat sich sowohl meine praktische Arbeit als auch insbesondere mein Blick auf die Logopädie verändert. In der praktischen Arbeit beziehe ich nun viel häufiger Wissen aus Studien mit ein. Zwar habe ich auch schon vor dem Studium Studien über logopädische Themen angeschaut, konnte sie aber nicht so richtig einordnen. Außerdem habe ich neue Entwicklungen, wie damals z.B. die ICF, die ich noch nicht in der Ausbildung hatte, kennen gelernt und Aspekte davon in meinen Therapien berücksichtigt. Besonders interessant fand ich es aber auch, zu sehen, wie unser Berufsfeld z.B. im Gesundheitssystem verortet ist und wie die Logopädie von anderen Berufsgruppen gesehen wird.

Außerdem konnte ich während meines Studiums ein Auslandssemester in Graz absolvieren, wodurch ich auch die Logopädie in einem anderen Land hautnah erleben durfte.
 

Nach dem Bachelorstudium
Da im Laufe meines Bachelorstudiums insbesondere auch mein Interesse an der logopädischen Forschung geweckt wurde, habe ich direkt im Anschluss mit meinem Masterstudium angefangen. Mittlerweile habe ich das Studium mit dem M.Sc. Logopädie abgeschlossen und arbeite in einem Forschungsprojekt,  weiterhin in einer logopädischen Praxis und zu einem kleinen Teil in der Lehre. An meiner neuen Berufstätigkeit mag ich besonders die Abwechslung, dass ich sowohl weiter als Logopädin als auch in Forschung und Lehre arbeiten kann. Das wäre ohne mein Studium in dieser Form nicht möglich gewesen.